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 Fiondir Dämmerstrahl - Heimlicher Abschied vom Haus Abaeir

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Fiondir
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BeitragThema: Fiondir Dämmerstrahl - Heimlicher Abschied vom Haus Abaeir   So Mai 22, 2011 3:28 am

Kalt war die Nacht gewesen, die den Immersang Wald umhüllt hatte. In dem feinen Gespinst eines Spinnennetzes hatten sich Tautropfen gesammelt, reihten sich aneinander wie Perlen an einer Kette. Die Luft roch nach nassem Gras, nasser Erde, nassem Laub. Morgendliche Ruhe lag im Wald. Selbst die Vögel schienen noch zu schlafen und auf den ersten Strahl der Sonne zu warten, der durch das Blätterdach des Waldes fallen würde. Das Gras wog sich sanft unter einer leichten Briese; Das mit Tautröpfchen behangene Spinnennetz vibrierte auf, als die Luft sich im Vorbeigehen des Waldläufers leicht in Bewegung setzte. Der Elf hielt inne und wandte sich noch einmal um. Der Blick der Smaragdgrünen Augen lag auf dem Anwesen Morgenlufts das bereits in die Fern gerückt war. Von der Anhöhe aus auf der er stand, konnte er das Anwesen gut sehen, das sich selbst noch in morgendliche Ruhe hüllte. Ob es wohl irgendjemandem auffallen würde, wenn er einfach verschwände?
Im Gesicht des jungen Sin’dorei zeigte sich keine Regung. Kein Bedauern, keine Hoffnung. Hatte er doch durchaus seine Gründe gehabt, warum er so seltsam gewesen war. ‚Er’. Er wusste nicht, wer er war, oder wer er sein wollte. » Hast du einen Traum?« - Die Worte des Nethermanten hallten immer noch in seinem Kopf. Er träumte nicht. Er hatte keinen Wunsch, kein Ziel dem er nachjagen wollte.
Aber ‚Fiondir’ hatte Träume. Der Fiondir, für den ihn alle hielten und der er doch nicht war.
» Du bist nicht mehr zu selbst. « - Natürlich war er das nicht. Fiondir hätte diesem Blutritter niemals sagen können, dass er ihn nicht brauchen würde... Hätte niemals etwas getan um diesen zu verärgern. Niemals hätte er es über sich gebracht mit dem Herz eines anderen zu spielen und darauf anzusetzen diesen jemand zu verletzen. ‚Er’ hatte all dies nur getan um zu zeigen, dass er anders war. Je mehr er sich an andere gebunden hätte, so wie Fiondir es getan hatte, umso leichter hätte man ihn verletzen können.
» Aber scheinbar ist in Euch nichts mehr von meinem Freund. « - ‚Er’ hätte nicht gedacht, dass die Worte dieser Sin’dorei ihn so treffen würden. Es war Zeit in Ordnung zu bringen was passiert war. Denn so wie es war, war er niemandem eine Hilfe. Weder als dieser noch als ‚der alte Fiondir’ der noch irgendwo tief in ihm verborgen lag. Das letzte Lebenszeichen war lange her... vielleicht zu lange?

»Dass ich ihn nicht sehen kann, schmerzt sehr... Dass ich ihn nie mehr wieder sehen werde, schmerzt noch viel viel mehr.«

Der Sin’dorei wandte sich mit leichtem Ruck ab, schloss kurz die Augen. Es gab niemanden den er zurück lassen würde. Es würde niemanden geben, der auf ihn wartete. Es gab nur dieses eine Ziel dass erreichen würde, egal wie. Den Schmerz in seinem Inneren zu stillen, die Unruhe in sich zu bezwingen und wieder der zu werden, der er einmal war.
Ein Sonnenstrahl bahnte sich den Weg durch das Geäst des Waldes, warf einen hellen Lichtkegel in den Hof des Anwesens. Jeder Schritt des Sin’dorei führte weiter fort vom Anwesen. Jeder Gedanke fixierte sich auf dieses eine unbestimmte Ziel.
Er würde zurückkehren. Vielleicht nicht morgen. Vielleicht auch nicht in einem Jahr. Aber er würde. Irgendwann....


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