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 Borsums Geschichte

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BeitragThema: Borsums Geschichte   Mi Jan 19, 2011 12:05 am

Endlich war es soweit. Die Jahre voller Training sollten sich endlich auszahlen. Wie oft musste ich zum Örtlichen Heiler, um meine Wunden durch die Übungen mit Schwert oder Bogen verarzten zu lassen? Wie oft wurde ich von einem wildem Tier in den Wäldern vor Silbermond gebissen?
Wie oft ging ich aufgrund der harten Ausbildung und der strengen Hand meines Lehrmeisters zu Boden, fraß den Sand zu seinen Füßen und ertrug all die Demütigungen, die mein Versagen mit sich brachten?
Ich weiß es nicht mehr. Es ist auch jetzt egal. Jetzt – jetzt gehör ich zu IHNEN, jetzt bin ich ein Waldläufer!
Stolz zog ich meine Uniform an und betrachtete mich im Spiegel. Sie steht mi wirklich gut, dachte ich.
Den Gürtel umgebunden, die zwei Schwerter in die Scheiden gesteckt, Pfeil und Bogen gesattelt und hinaus aus dem Haus, raus aus Silbermond. Draußen würde ich meine Zuteilung erhalten.
Ich war gespannt, wer meine Kameraden werden würden. Natürlich hatte ich besseren Kontakt zu einigen wenigen aber heute war es mir gleich.
Ich lief erhobenen Hauptes durch Silbermond und bemerkte die Blicke des einfachen Volkes, die an mir klebten. Mein Gang war voller Stolz.
Draußen angekommen traf ich auf meine Kameraden, die schon überall in kleinen Grüppchen standen und tuschelten. Ein lauter Pfiff ertönte, alles verstummte und richtete den Blick auf den Elfen in der glänzenden Rüstung....



Mehrere Wochen durchstreifte ich mit meinen drei Kameraden nun die Gegend um Silbermond.
Immer wieder einen Abstecher in die Geisterlande machend, aber nie weit hinein. Unsere Aufgabe war es, auszuspähen ob sich ein Feind näherte. Meine Kameraden wurde mit der Zeit immer missmutiger aufgrund der Tatsache, dass sie immer das gleiche Taten: durch die Wälder und Felder schleichen und Ausschau halten. Die Nahrung war eintönig, meist gab es einen Hasen, den wir selber erlegten und ausnahmen. Hier und da wurde ein wild gewordener Berglöwe erlegt aber ansonsten blieb es ruhig um uns herum. Oft musste ich allein durch die Wälder streifen, denn meine Kameraden war es zu Öde, immer das Gleiche zu sehen. „Disziplinloses Gesindel“ dachte ich oft bei mir.
Für mich stand fest, ich habe diese Aufgabe bekommen und würde sie wie mir befohlen auch ausführen. Was mit Verrätern und Querdenkern passiert hatte ich in Silbermond schon zu oft gesehen und es widerstrebte meiner Art, den Befehl meiner Obrigkeit zu missachten...

Eines Nachts, wir hatten gerade unser Lager aufgebaut und den Magen vollgeschlagen mit einem Hirsch, sprachen meine Kameraden davon, dass sie sich das Leben als Waldläufer anders vorgestellt hatten. Sie sprachen von Krieg, von Ehre und davon an den wichtigen Entscheidungen für Silbermond beteiligt zu werden. Nie im Leben wollten sie Mondelang in den Wäldern hocken und nichts außer grünes Gras sehen. Die zwei stinkenden Trolle, die sie aus dem Hinterhalt überwältigten waren ja nicht der Rede wert.
Ich schüttelte bei diesem Gespräch nur den Kopf. Als blind gehorchend beschimpften sie mich dann. Nie würde aus mir ein Blutelf werden, über den Lieder gesungen werden, wenn ichnur strikt meine Befehle ausführt ohne einen eigenen Kopf zu haben.
Wie so oft spürte ich die Wut in mir aufsteigen. Zornesfalten zeichneten sich auf meiner Stirn. Doch würde ich nie etwas dazu sagen. Sie werden schon sehen, eines Tages...

Der Mond zeigte sich in seiner ganzen Pracht am sternenklaren Himmel. Das Feuer brannte noch hoch in dieser Nacht, obwohl ich zur Vorsicht riet, da man so das Lager doch viel zu leicht entdecken könnte. Die Kameraden lachten nur.
In dieser Nacht schlief ich sehr unruhig. Immer wieder wachte ich auf und lauschte den Grillen.
Der Mond war kaum gewandert als ich erneut die Augen öffnete. Ich schreckte auf. Wo war das zirpen der Grillen hin? Und wo kam dieser Nebel her?


Nachdem ich meine Kameraden geweckt hatte, pirschten wir uns vorsichtig durch den Nebel. Die Sicht war nicht weit, vielleicht konnten wir 40 Schritt weit erahnen, was vor uns lag.
Ich spürte in mir ein warmes Gefühl, mein Herz schlug schneller als gewohnt. Waren die Geräusche wirklich nur die Luchse, die durch die Gegend streiften, wie meine Kameraden meinten. Sie hielten mich für Wahnsinnig, was ich glaube, was los sei. Der Nebel und das Verschwinden der Grillen störte sie scheinbar nicht. Auch bewegten sie sich nicht mit der nötigen Vorsicht.
Ein fremder Geruch stieg mir in die Nase und der Boden unter meinen Füßen deutete von Spuren, die weder von uns noch von einem Tier stammten. Doch meine Kameraden interessierte das nicht.
Fast aufrecht liefen sie durch den Nebel.

Wir streiften eine ganze Weile durch den Nebel. Ich war immer noch angespannt, meine Kameraden jedoch ließen jede Vorsicht außer acht, liefen aufrecht und unterhielten sich fast in normalem Ton.
Plötzlich ein Geräusch direkt vor uns. Ich vernahm noch ein Zischen in der Luft als mein Kamerad zur linken einen schmerzerfüllten Ton von sich gab und zu Boden sank. Ich bückte mich über ihn und sah den Pfeil in seiner Stirn.
Zorn stieg in mir auf. Ich nahm einen Pfeil aus meinem Köcher und spannte ihn auf meinem Bogen...

Wir trennten uns um den Feind einzukreisen und ihn nicht die Möglichkeit zu bieten uns alle auf einmal zu erwischen.
Ich schlich mich langsam voran, den Bogen gespannt, die Sehne schneidete sich wohl langsam in die Haut meiner Finger, doch ich merkte nichts.
Plötzlich sah ich im Nebel eine Gestalt vor mir. War es einer meiner Kameraden? Ich wusste es nicht. Also schlich ich mich dichter dran. Ich lauschte eine Weile und vernahm eine mir fremde Sprache. Es war also der Feind! War er allein? Ich konnte niemand anderen ausmachen. Ich ziehlte mit meinem Bogen auf seine Schulter. Nur außer gefecht setzen und ihn in Silbermond dann abliefern war mein Ziel. Ich ließ die Sehne gerade los, der Pfeil zischte auf sein Ziel zu als ich merkte, das gerade in diesem Moment ein Pfeil mein rechtes Bein traf. Der Schmerz lies mich in die Knie gehen, doch mein Zorn war so stark, ich hatte keine Zeit für den Schmerz. Ich lies meinen Bogen fallen und stürmte auf den Feind zu...

Blutend lag er vor mir auf dem Boden. Ein Pirscher der Menschen. Mit einem Pergament bei sich, in einer Schrift, die ich nicht lesen konnte. Ich musste zurück nach Silbermond! Langsam stieg jedoch der Schmerz in meinem Bein, die kleinen Schnittwunden machen mir weniger Sorgen, doch der Pfeil, der in meinem Bein steckte, brach im Kampf und nun steckt nur die Spitze drin. Die Wunde sah auch nicht gut aus, irgendeine Flüssigkeit scheint auf dem Pfeil gewesen zu sein.

Ich ließ den Leichnam des Menschen im Wald liegen und suchte auf dem Weg nach Silbermond meine Kameraden. Meine Beinwunde verband ich so gut es ging, doch das laufen viel mir schwer und ich wurde langsam müde...
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