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 Ableben einer unerfreulichen Begleiterscheinung

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Iârwaen
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BeitragThema: Ableben einer unerfreulichen Begleiterscheinung   Mo Jul 25, 2011 5:54 pm

Zitts Tod.

Es war ein schöner Morgen. Bedauernd dachte Zitt daran, dass er nicht ganz ungetrübt war.
Wiedereinmal saß sie also hinter Gittern, zu schwach um auf zu stehen aber zuversichtlich, auch dies geht bald vorüber. Und schmerzten ihr auch Leib und Seele dachte sie nicht daran, zu verzweifeln denn stetig war das gnädige Lächeln der Geister und die Erdenmutter selbst wiegte die närrischsten ihrer Kinder in ihrer Sicherheit. Zudem hatte sie wichtige Freunde in diesem Haus...
Der Drang ließ sie aufstehen und zu ihrer Freude stellte sie fest, dass sie ungefesselt war und sich in einem Raum befand der so voll gestopft mit Dingen, dass darunter bestimmt etwas Nützliches zu finden war. Freunde sind gut, Werkzeug ist besser.
Sie gedachte mit einem wehmütigen Lächeln aller Warnungen und sah ein, ihre Arbeit hier musste ruhen. Sie hatte genug Informationen um mehrere Hochrangige Sin´ dorei dem Höchstbietenden zu verkaufen und Silbermond verfügte über viele fähige Agenten, dass sie guten Gewissens unter tauchen konnte. Vermissen würde sie den ein oder anderen, doch die Behandlung ihrer Fürstin hatte sie überzeugt, dass kaum ein Ort dieser Welt weit genug weg vom schönen Immersang war.
Sie inspizierte Schränke und Regale nach etwas Nützlichem und stimmte ein altes, melancholisches Lied über das Verlassen der Heimat an, sang, als läge ihr Herz in diesem Lied und tatsächlich lag es darin, schwelgte in zarter Wehmut und ging ihr auf in der Hoffnung auf Wiederkehr.
Ein Schlag in den Nacken. Ein stechender Schmerz in der Stirn und weit entfernt zersplitterndes Glas.
Als der Schmerz nachließ spürte sie wie grobe Hände sie herum rissen, hörte, dass das Glas ganz in ihrer Nähe war und sich das Regal über ihr und ihrem Angreifer noch immer entleerte.
Sie starrte ihren Angreifer an. Sie war unfähig ihren lang antrainierten Reflexen zu folgen.
„Iârwaen, ich...“


Sie nahm ihren Namen in den dreckigen Mund. Ihre bloße Existenz war eine tödliche Beleidigung und sie wagte es, sie anzusprechen!
Brachial schlug Iârwaens Faust in das Schandmaul der Verräterin. Irgendwo zerbarsten Unmengen an Glas, doch es ging sie nichts an.
Sie sah ihn die Augen ihres Vaters, in das Gesicht ihrer Mutter und beides wahr von widerlicher Angst erfüllt. Ihre Eltern müssen die gleiche Angst erfahren haben als man Drâziths Verrat an ihnen rächte. Der Vater starb noch bei der Festnahme, die zarte Mutter folgte bald darauf und niemals mehr sollte der Name ihrer Familie unbefleckt sein.
Sie hasste diese Augen die so sehr die ihren waren, schlug zu, und wieder, bis der Körper ihr entgleiten wollte. Iârwaen nagelte ihn mit ihrem Zorn an die Wand, würgte den zarten, weißen Hals der Verräterin und hielt sie aufrecht um ihr mehr Schmerzensschreie zu entlocken. Sie spürte, wie Knochen unter ihr zerbrachen und malmte die zerborstene Rippen in den ketzerischen Leib. Hinein in das Monster. Das wahnwitzige Verlangen auf jeden Zentimeter ihrer Innereien zu spucken kam auf.
Die Verräterin erbrach Blut und Magensäfte und röchelte erbärmlich als sie daran zu ersticken drohte. Iârwaen rammte den Schädel an die Wand, die Welt färbte sich eine Sekunde lang rot als Haar und Blut zurück flogen und sie empfand den Anblick als schön. Die Verräterin verstummt.
Ihr Kopf fiel auf ihre Brust, auf Iârwaens Arm und ihre Ausflüsse ergossen sich darüber.
Sie ließ den leblosen Körper ihrer Schwester auf den Scherbenübersäten Boden fallen. Das Gesicht erinnerte an niemanden mehr. Die schändliche Kleidung die dem Stolz ihres Volkes spottete stand dem weichen Haufen aufgeplatzten Fleisches gut und sanft gaben die Glasscherben das spärliche Licht des Morgens wieder. Rein war das Funkeln.
"Das Licht erlöst dich, kleine Schwester."
Iârwaen fühlte sich geläutert.
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