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 Ylvana Falkensturm - Der Abgrund muss warten.

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Ylvana
Konzil
Konzil
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BeitragThema: Ylvana Falkensturm - Der Abgrund muss warten.    Mo Aug 08, 2011 10:10 am

Der Abgrund muss warten.

Kapitel I

"Stellen Sie meine zur Sonne verdammten Befehle nicht in Frage!"

"Ich lasse mich nicht von diesen Infernobestien aufhalten!" Das gesamte Regiment stand unter dem unerbittlichen Angriff eines Infernoregens. Unzählige Meteore, die Urform dieser Kreaturen, stürzten vom Himmel, einen Feuerschweif hinter sich herziehend, um sich in den Boden zu bohren. Schnell stiegen die
steinernen Riesen aus den entstandenen Kratern, welche die Meteore nach ihrem Aufschlag hinterließen.

Wer von den Geschossen nicht erschlagen oder verbrannt wurde, der sollte von den Bestien getötet werden, so der Gedanke der Schöpfer der unheilbringenden Kreaturen. Es war schwer am Himmel des Schattenmondtales auszumachen, was Angreifer war und was nur eine Laune des Himmels. Sternenschweife schoßen über das Himmelfirmament. Und im nächsten Moment schlug auch schon das nächste Inferno auf und entstieg dem Krater, als käme es aus den tiefsten Abgründen der Hölle selbst.

Durch ihre Aufschläge lösten sich auch die letzten Reste der Perversion eines Waldes auf, in welchem sich die Blutelfen befanden. Die letzten verdorrten und schwarzen Bäumem lösten sich unter den Einschlägen und dem Flammenmeer auf, welches jedes Inferno nach seinem Einschlag hinterließ.
"Belore! Wir weichen nicht zurück! Magister, rückt zusammn und geht gezielt gegen diese Kreaturen vor! Magister Theo'vishonal, koordiniert diese Bemühungen! Soldaten, deckt die Magister! Von ihnen hängt unser aller Leben ab!"

Eine Elfe im schwarz-roten, gepanzerten Plattenwerk des Ordens der Blutritter von Silbermond sprang, einen Kampfschrei austoßend, einer Infernokreatur entgegen. Ihr Sprung strafte das vermutete Gewicht der unverzierten Rüstung ihres Ordens Lüge. Mit einem wuchtigen Schwerthieb hieb Ylvana eine mächtige Kerbe in die steinerne Haut eines der Infernoriesen. Der Kerbe entsprangen Risse und ihr gesamter Unterarm hielt dem feurigen Druck, welcher unter der Steinverkleidung herrscht nicht mehr stand. Der Arm der Bestie sprengte sich ab und ließ das Inferno brüllend zurückweichen.

Die filigrane Elfe landet in geduckter Haltung und hält den Wappenschild des Ordens der Blutritter hoch und schützt sich so vor den Spritzern aus Stein, Feuer und Energie aus einer anderen, teuflischen Welt. Die Magister liefen zusammen und bildeten einen Kreis um Serat Theo'vishonal.
Dieser begann sofort wild zu gestikulieren und die Zauberweber begannen ihre Angriffe zu konzentrieren. "Hauptmann! Das ist Wahnsinn! Wollt ihre unsere wertvollsten Kämpfer in dieser Schlacht dem Feind auf einen Silbertablett servieren?!" Hauptmann Veshar Sonnenruh blickte von seinem Falkenschreiter aus zu der Ritterin in der schwarz-roten Rüstung, welche sich soeben erhob nach dem die von ihr verletzte Inferbobestie den Gnadenstoß von zwei Rittern ihres Ordens erhielt.
Sonnenruh von den Sehern ist Waldläufer von hochgewachsener Gestalt. Den Säbel in der rechten Hand führt er wie ein Derigent, ein Schlachtenderigent, während der alte Langbogen in seiner linken Hand verriet, welche Ausbildung er genießen durfte. Seit beginn der Schlacht, es kann nicht länger als 15 Minuten her sein, hatte der Hauptmann weder seinen Schreiter verlassen, seine Klinge den Feind schmecken lassen noch hatte auch nur einen Pfeil aus seinem prall gefüllten Köcher abgefeuert. Er lenkte und führte. Führte und lenkte die Streitmacht dessen Hauptmann er ist.

Der Krieg in der Scherbenwelt verläuft zugunsten der bunt zusammengewürfelten Streitmacht aus Horde, Allianz, Sehern, Aldor und verschiedenen einheimischen Milizen. Die letzten Streitkräfte des "Verräters" sind auf dem Rückzug. Und befestigten das Schattenmondtal. Und den schwarzen Tempel, die letzte große Bastion des Feindes. Das Ende ist in Sicht. Zusammen mit M'uru in den Gewölben unter Silbermond würde Ylvana und alle anderen Kinder des Blutes ein Kapitel ihres Volkes beenden, welches dort ihren Anfang nahm wo sie zusammen mit unzählig Anderen an der Seite ihres Prinzen in die Scherbenwelt zogen um die Wunden zu bereinigen, welche Arthas und die untote Geißel ihrem geliebten Quel'Thalas beibrachte. Wunden, welche das magische Reich beinahe dem Abgrund nahebrachten.
Die Wunden würden heilen. Doch anders, als es der Prinz versprach, welcher nun an der Seite von Anasterian über sie alle wachen würde.

"Stellen sie meine zur Sonne verdammten Befehle nicht in Frage, Falkensturm! Ich weiß genau was -" Eine Symphonie aus dem steinernen Krachen einer herrabstürzenden Infernobestie und dem Schmatzen zerquetschter Körper eines Elfen und seines Schreiters beendeten den Satz des Hauptmanns. Regen aus Blut und Knochenplitter regneten auf die Elfen nahe Sonnenruh's Untergang nieder. Der brennende Bogen des Hauptmann spikte im Boden und die Flammen tänzelten auf der Fernkampfwaffe Sonnenruh's als sei sie eine Signalfackel.


Kapitel II

<in Bearbeitung>

Kapitel III Part 1

Ein Donner am Himmel des Schattenmondtales krachte durch den Tag. Ein natürliches Phänomen, im Gegensatz zu dem Land selbst, welches durch die Orcs, dank ihrer wilden Magie, zerrissen wurde. Tot und trostlos, so würden es die Dichter und Saagenschreiber beschreiben.
Der Elfin rannte der Schweiß über das Gesicht und ihre Lunge arbeitete hart. Den Griff ihres Säbels, der Standartwaffe eines Blutritters, hatte sie schon vor einigen Minuten losgelassen. Der Schild, auf dem ein blutroter Drachenfalke posierte, lag zerschmettert mehrere Schritte weg von ihr auf dem Boden. Die mit Stacheln bewehrte Keule lag daneben. Und an deren Griff wiederum der abgeschlagene Unterarm seines Besitzers.
Ylvana´s Beine gaben nach und sie fiel rückwärts zu Boden. Der Sturz kam ihr wie eine Ewigkeit vor. Ihre Lunge brannte. Nach Luft ringend lag sie auf dem Rücken und starrte gen Himmel. Bis ihr ein starker Druck auf den Bauch ein Schmerzensschrei entlockt. Die Elfin spührte wie das Metall ihres Körperpanzers nachgab. Plastisch verformt sich langsam das Metall und ihre Lunge wird es ihr nicht danken. Ganz zu schweigen vom Rest ihrer Organe.
Triumphierend ruhte der metallene Stiefel ihres Besiegers auf ihrem Bauch und die häßliche Fratze des Höllenorcs ergötze sich an den Schmerzensschreien seines Besiegten. Er öffnete seinen weiten und mit Reißzähnen bewehrten Schlund und brüllte Ylvana an. Sie drehte ihren Kopf zur Seite, wusste sie doch was er ihr *sagen* wollte: Winsel um Gnade! Sie würde nicht winseln. Würde nicht um ihr Leben betteln. Sie hatte stehts gewusst, dass genau das passieren kann. Und hatte sich in ihrem Geiste schon vor lange Zeit damit abgfunden.
Der großgewachsene Orc hielt seine Axt fest umklammert, und hob seinen Axtarm. Ein neuer Elfenkopf sollte seine markabere Halskette aus Schrumpfköpfen zieren.

Pfeifen. Nein, Pfeifgeräusche. Drei an der Zahl. Und sie pfiffen in die Flanke des roten Monsters. Der Druck auf ihrem Bauch nahm ab. Doch der verformte Brustpanzer setzte ihr noch zu. Er wich seitlich von ihr ab, öffnete seinen Schlund und brüllte in die Richtung aus der das Pfeifen kam. Die Elfin öffnete ihre Augen, sah einen kleinen Funken Hoffnung ihren Namen noch weiterhin in die Welt zu tragen und rollte sich zur Seite weg ehe sie den Orc fixierte. Drei Pfeile hatten sich in die Seite ihres Peinigers gebohrt. Und seine Augen weiteten sich noch ehe drei weitere Pfiffe sich in seinen Rachen bohrten und ihn zu Fall brachten. Ein letztes Gurgeln war zu vernehmen ehe die Pfeile in seinem Rachen Miniaturen von Bojen auf einem See von Blut imitierten.

Mit letzter Kraft entledigte sich Ylvana dem erdrückenden Metall ihres Brustpanzers, welcher im Verlauf des heutigen Tages ihr schon mehr als einmal den feindlichen Stahl vom Leibe hielt.
Noch immer nach Luft ringend warf sie sich wieder auf den Rücken. Ihr fehlte die Kraft die kitzelnden Schweißperlen aus dem Gesicht zu wischen. In ihr Blickfeld, welcher erneut auf den Himmel gerichtet war, schob sich ein strenges, musterndes Gesicht. Ylvana kannte diesen Blutelfen gut. Sehr gut sogar. Und sie dankte der Sonne für seine Präzision die dieser Waldläufer an den Tag gelegt hatte. Er legte eine Flasche an ihre spröden Lippen und kippte diese leicht an. Die heilenden Tropfen fanden ihren Weg schnell in den Magen der Elfin. Ihr Retter schaute ihr dan lächelnd in die Augen. "Das ist nicht dein ernst, Falkensturm, nur einer?!"
Mit Mühe formte sie ihre Lippen zu einem leichten Lächeln. "Drei, Jeroime. Es waren drei." Mit diesen Worten neigte sie etwas ihren rechten Arm und schob alle ihre Finger, außer dem Zeigefinger, auf ihre Handfläche und zeigte damit in eine Richtung. Die Blicke des Waldläufers erspähten tatsächlich eine Orcleiche, welche man aufgrund der starken Verbrennungen kaum noch als solche identifizieren konnte, und gleich neben dieser lag ein zweiter toter Höllenorc. Ihm fehlte der rechte Unterarm und sein Oberkörper war in Blut getränkt. Seinem eigenem, wie die große Wunde an seiner Kehle vermuten lässt.
Jeroime legte nachdenklich seinen Zeigefinger an sein Kinn und hob die Flasche wieder an. "Du hattest Glück, dass ich dich gefunden habe. Ich war hinter diesem Berg dort, und sah ein grelles Aufleuchten." Der schwarz verbrannte Orc rauchte noch an einigen Stellen. Der Heiltrank tat seine Wirkung und Ylvana war soweit sich wieder auf ihre Beine zu stellen. Das Kettenhemd war unbeschädigt, von dem sie sich den Staub der Landschaft abstreifte. Mit einem Pfeil hob ihr Retter den zerfetzten Wappenrock auf den Ylvana einst über ihren Brustpanzer trug.
"Es war dumm von dir allein zu gehen. Hinzu kommt das es nicht deine Aufgabe war!" Die Blutritterin rollte mit den Augen und formte mit ihren Lippen die Worte nach die Jeroime aussprach: "Das Ausspähen ist Aufgabe der Waldläuter. Hinzu kommt, dass das hier Orcteretorium ist, wie du mit Sicherheit mitbekommen hast."
Mit verschränkten Armen wendete sich Ylvana dem Waldläufer zu. "Keiner deiner Leute war bereit mit mir zu kommen!" "Weil es nicht ..." Den Satz würde er nie aussprechen. Zum einen wusste Ylvana auch hier was er sagen würde und zum anderen fiel sie ihm ins Wort: "Unterbrich mich nicht! Du weiß noch genau als wir dieses Camp der Orcs überrannt haben. Und bevor DEINE Leute das Feuer eröffneten sprachen Zwei von ihnen von einem Kurier der heute hier durchkäme. Das war bevor sie mitbekamen das ihr Ende kam. Die hochgelobte Diskretion der Waldläufer war da nicht zu spühren. Und nun habe ich den Kurier gefunden. Also das was man bei den Orcs als *Kurier* bezeichnet." Jeroime hatte sich währenddessen dem Orc genährt, dem er den Todestoss verpasst hatte. Er vernahm ihre Worte, doch ging er nicht darauf ein. Dafür war nicht der Zeitpunkt. Die Tasche die der Orc an einem Lederseil mit sich trug fiel auf seiner Kleidung aus Rüstungsfetzen und Tierhäuten kaum auf. Zu Tage führte er ein Pergament aus Tierhäuten. "Baupläne. Für etwas größeres. Wohin wollten sie?" "Da gibt es eine unterirdische Festung. Ihr Eingang liegt versteckt am Berg der Hand von Guldan." "Bloodwater? Wir spähen diese Festung schon länger aus. Es muss eine Art Werkstatt sein. Viele Sachen sind dorthingebracht worden. Die unterirdische Festung muss riesig sein. Aber das werden wir bald genau herrausfinden." War seine Antwort auf ihre Antwort. "Wie meinst du das?" Jeroime erhob sich wieder als er die Pläne eingesehen hatte (Und weil er den Geruch des Orcs nicht mehr ertragen konnte. Doch ließ er es sich nicht anmerken.) und ihren Augenkontakt suchte.
"Kommandant Falkensturm ist vorhin mit dem 14ten Blutritterregiment im Sanktum der Sterne eingetroffen. Bloodwater soll eingenommen werden. Genauso wie die Festung des Drachenmals bevor sich die Streitkräfte der Horde dem schwarzen Tempel nähren. Doch unsere Aufgabe ist Bloodwater." Den blutigen Säbel hob sie auf, wischte ihn an dem toten Orc sauber und ließ ihn wieder an ihrem Waffengürtel ruhen. "Mein Bruder ist da? Er sollte erst morgen kommen." "Pläne ändern sich. Sie marschieren in diesem Moment zur Hand von Gul´dan." "Warum zur Sonne hast du das nicht schon vorhin gesagt?" Sie riss ihm das Leder aus Tierhäuten, dass anscheinend nur befehlsmäßig als Pergament herhalten sollte, aus der Hand, ließ den zerfetzten Wappenrock Wappenrock sein und sprintete zu ihrem Schreiter, welcher treu aber in Sicherheit hinter einem Felsen auf ihre Herrin wartete. Auf ihren Weg zum Sanktum der Sterne wartete sie nicht auf Jeroime. Jener schaute kurz stumm auf den leeren Heiltrank in seinem Griff ehe er Ylvana hinterherschaute. "Weil du mir wichtiger warst." ... hörte sie nicht mehr.

Kapitel III Part 2

Das Sanktum der Sterne war nicht schwer zu erkennen oder gar zu finden. Ein helles, mit seinem rotierendem Planetensystem auf dem Dach, auffälliges Gebäude in der zerklüfteten Landschaft des Schattenmondtales. Der Baustil der Hochelfen war kaum zu verkennen. Gold-rote Banner zierten das Bauwerk von allen Seiten und säumten den Zugangsbereich. Der wachende, elfische Soldat salutierte Ylvana als sie an ihm vorbei ritt. Sie nickte ihm lediglich zu. Sie hatte keine Zeit für Formalitäten. Ihr Bruder war unterwegs nach Bloodwater und sie konnte ihn noch einholen. "WAFFENSCHMIED!" Brüllte sie als sie den Sanktumsplatz vor dem hohen Gebäude erreichte. Sie könnte ihn einholen ja, doch wen sie an der Front funktionieren sollte, sollte es auch ihre Bewaffnung und ihr Panzer.
"Bal´a dash Lady Falkensturm. Nach was verlangt es euch?" Der Schmied war einer der wenigen Elfen die man hier antraf von denen man behaupten konnte, sie wären freundlich. Es sollte wohl am Krieg liegen das die Höfflichkeit auf ein Minimum reduziert wird. Mit ausnahme von einigen wenigen Elfen wie dem Schmied. Und auch Ylvana zählte sich selbst nicht zu diesen Ausnahmen.
"Brustpanzer und einen Wappenschild! Beeilung!" "Sofort Ma´am." Der Schmied lief zu seiner Werkstätte und besorgte das Gewünschte. Da der Verschleiß grade an der Front sehr hoch wahr, waren einfache Ersatzrüstungen schnell gebracht. Genauso auch die Waffen.
Die Blutritterin lief unterdess in die andere Richtung, zu den Stallungen. Zum einen hatte der Falkenschreiter seinen Dienst getan und musste ruhen und zum anderen konnte Ylvana als Blutritter nicht mit diesem Vogel sich zu den ihren in die Reihen gesellen, welche alle auf prächtigen Schlachtrössern satteln würden.
Eben ein solches Schlachtross durfte sie auch ihres nennen. Während sie es nach draussen führte kam der Schmied mit den gewünschten Waren wieder. Sie zögerte nicht lange und schlang den Körperpanzer über ihr Kettenhemd und versiegelte die Schlaufen. Er passt perfekt. Sie bestieg eilig das wartende Ross und nahm mit einem dankendem Kopfnicken den Schild entgegen. "Euer Wappenrock?" "Keine Zeit!" Entgegnete sie dem jungen Schmied. Das gepanzerte Pferd wierte lautstark als Ylvana ihmin die Flanken trat.
Der Schmied sah der Staubwolke hinter mit der sich die gehetzte Elfin von ihm entfernte. Und allmählich spührte auch er die Kälte des Krieges. "Er verändert uns alle, der Krieg. Gib gut auf dich acht." Sprach der Magister zu dem der schmiedende Elf sich umdrehte, welcher ebenfalls Ylvana hinterherschaute.

Das rote Banner Quel´Thalas` mit seinem goldenen Wappentier eines Drachenfalken wehte im Wind. Unter ihm marschierte das 14te Blutritterregiment. An seiner Spitze stand Kommandant Zomaj Falkensturm. Der ebenfalls wie Ylvana zur Zeit der Allianz mit den Menschen ausgebildete Paladin, hatte seine langen, blonden Haare zu einem Zopf gebunden. Seine Mimik strahlte eine Kombination von Strenge und Gelassenheit aus. Man möchte glauben das selbst Arthas plötzliches Auftauchen diesen Sin`Dorei nicht aus der Ruhe bringen könnte. Arthas tauchte nicht auf. Er dürfte nicht mal auf dieser Welt sein.
Neben den tapferen Rittern seines Ordens führte er außerdem eine handvoll Magister mit. Ihre mächtige und zerstörische Kraft war einfach unersetzlich. Und sie würden ihren Dienst leisten.
Sie erreichten das Feldlager welches sich nur unlängs vor Bloodwater befand. Einfach, effizient und versteckt wurde dieses kleine Kommandolager von den Höllenorcs noch nicht entdeckt. Zomaj hatte nicht vor lange hier zu bleiben. Die Tiere sollten ruhen und die Männer und Frauen ihre Proviante und Wasservorräte auffrischen. Der Tag heute soll lang werden. Und es sollte auch nicht lange dauern bis der erste Späher mit dem aktuellen Stand zum Kommandanten kam.
"Milord, der verborgene Eingang zu Bloodwater ist kaum bewacht. Der Feind geht noch immer davon aus, er wäre versteckt und unbeobachtet." "Das wird sich in den nächsten Stunden ändern." Sprach der Kommandant dem Späher zu.
Auf seinem Rücken ruhte ein mächtiger Bihänder. Ein Schwert eines Paladins würdig. Es glomm etwas und schenkte seinem Träger stehts Wärme und Entschlossenheit in der Schlacht.
Zomaj griff nach dem mächtigen Metall auf seinem Rücken und reckte die Klinge dem Himmel entgegen. Etwas Mana floss aus seinem Geist in die Waffe und die lange Klinge begann in einem gleißendem Licht zu erstrahlen. Die Aufmerksamkeit seiner Leute gehörte nun ihm. "Heute werden wir einen großen Sieg erfahren! Wir werden diese Ratten aus ihrem Loch vertreiben und ihnen keine Gnade schenken!" Mit entschlossener Mine drehte sich Zomaj um und streckte die gleißende Waffe dem Berg, der Hand von Gul´Dan entgegen. "Zum Angriff!"

Ylvana erreichte eine Anhöhe und hatte einen wunderbaren Blick auf den Zugang von Bloodwater. Ein Unwissender würde nur die Hand von Gul´Dan sehen, einen gewaltigen Vulkan und die zahllosen Felsbroken die vor dem Berg knieten.
So war es gedacht: Diese Festung ist im Gegensatz zu den anderen Hochburgen der höllischen Horde versteckt und unterirdisch angelegt. Um so weniger fielen seine Wachen auf. Im Schatten eines Felsens, der direkt über dem höhlenartigen Eingang ruhte, standen stehts fünf bewaffnete Krieger. Die Paladin konnte sie von ihrer Position aus nicht sehen. Sie wusste nur, dass die da sind. Oder da sein sollten.
Die Entdeckung Bloodwaters war auch eher zufälliger Natur. Ein Späher der Seher entdeckte eine berittene Gruppe von Orcs. In der Nähe war kein direkter Orcstützpunkt bekannt. So folgte der Späher dieser Gruppe und entdeckte so die verborgene Festung. Aufgrund der Tatsache, wieviele Personen Bloodwater verließen und welche Waren dorthingebracht worden, war man der Annahme das es sich bei Bloodwater tatsächlich um ein Labor oder Werkstätte für Kriegsmaschienen handelt. Und das die Anlage größer sein muss als der äußere Anschein zu ließ.
Ylvana konnte den versteckten Eingang ausfindig machen. Und grade als sie ihren Kopf in die Richtung des ebenfalls versteckten Elfenlagers richten wollte, trommelte das Geräusch gallopierender Pferde in ihrem Gehörgang. Das 14te Blutritterregiment war eingetroffen und ging in einer Keilformation zum Angriff über. An der Spitze des Keils war der Kommandant und ihr Bruder Zomaj Falkensturm zu erkennen. In seiner Hand nach oben gestreckt, eine mächtige glühende Klinge.
Und dan bekamm Ylvana das Gefühl vom Licht selbst berührt zu werden. Eine Gänsehaut packte sie am ganzen Leib, als sie die Stimmen dutzender Elfenkehlen vernahm. In einem melodischen Chor aus Frauen - und Männerstimmen sangen die Angreifer. Ein Kriegslied der Sin`Dorei. Gesang vermag die Moral der eigenen Soldaten zu stärken und sogar den Gegner zu blenden und sie in ihren Bann zu reißen. Die wachenden Orcs verstanden nicht eine Silbe der annährenden Streitmacht. Doch waren sie tatsächlich vom Klang der Melodie gefesselt und starrten den Reitern einfach nur gebannt entgegen.
Sie sollte an seiner Seite reiten und sich ebenfalls in den Chor einreihen. So gern sie sich das Geschehen auch von hier oben betrachten und einfach nur der leidenschaftlichen Melodie lauschen wollte, so gab sie ihrem Ross doch die Sporen und ritt zu ihren Leuten. "Bald bin ich bei euch." Dachte sie mit einem vorfreudigen Lächeln auf den bevorstehenden Kampf.
Und einem melodischen Gesangschor folgte das Geräusch von Stahl, welches durch Metall, Leder und Fleisch schnitt.

Der Kopf hatte sein Gesicht noch immer zu einem herrausfordernen Brüllen verzogen und zeigte keinerlei Spuren von Schmerz als er den steinigen Boden berührte. Der kopflose Orc brach zusammen doch behielt er seine mächtige Axt in der Hand als wollte er sie noch nach dem Tode weiterschwingen.
Ylvanas Schlachtross traff bei ihren Landsleuten erst ein, als die Verteidigung besiegt und leblos am Boden lag. Mit einem Schwung von ihrem Reittier stapften ihre Stiefel auf den Boden auf. Mit einer salutierenden Geste grüße sie die Elfen, ohne jedoch nur ein Wort zu wechseln. An der Spitze des Regiments, und doch etwas Abseits zum Eingang der breiten Höhle hin fand sie ihren Bruder vor. Seine Klinge steckte in einem Fleischberg der noch vor wenigen Momenten ein stolzer Krieger war, welcher jedoch statt sich am Kampf zu beteidigen es für klüger befand Alarm zu schlagen. Doch einen Wettlauf gegen die geworfene Waffe Zomaj`s konnte er nicht gewinnen. Und statt ihn einfach nur einzuholen, wie es bei Wettläufen bei Orcs und auch bei Elfen durchraus üblich war, bohrte sich das Schwert in den Rücken des Fortlaufenden und vereitelte seinen Plan seine Leute zu alamieren.
Nun reckte der Bihänder seinen Griff in die Höhe während die lange Klinge in einem Felsen aus Fleisch und Knochen steckte. Und so wie in anderen Welten zu anderen Zeiten junge Könige magische Schwerter aus wahrscheinlich ebenfalls magischen Felsen zogen, zog der Kommandant seine persöhnliche Waffe aus dem gefallenen Orckämpfer. Es mag am magischen Glühen der Klinge gelegen haben, doch nicht ein Tropfen Blut haftete an der zweiseitigen Schneide als er sie zurück in die Schwertscheide schickte, welche an seinem Rückten ruhte.
Erst jetzt drehte er sich um und seine ruhigen Augen trafen den Blick Ylvana´s. Ohne auch nur ein Wort zu sagen kamen sie einander näher bis sie nur noch ein Fingerbreit voneinander wegstanden. Erst jetzt lächelten sie sich an wie sich nur Geschwister anlächeln können. Gefolgt von einer Umarmung brach die Paladin die Stille. "Es ist viel zu lange her. Ich hatte schon angst dich verloren zu haben." "Mir geht es nicht anders, Schwesterlein. Und es gibt so viele Dinge über die ich mit dir reden muss." Mit diesen Worten lösten sie die Umarmung und Zomaj fand schnell seinen formellen Ton wieder. "Aber dies muss leider warten. Ylvana, ich bin froh das du zu uns gefunden hast. Da wir es hier mit dem Unerwarteten zu tun haben, können wir jede Hilfe gebrauchen."
Aus dem Inneren der Höhle trat ein tiefes Brüllen aus dutzenden Kehlen und Fackelschein war aus der Dunkelheit zu erkennen. "Sie wissen das wir da sind." Schlussfolgerte der Paladin. "Gut. Ylvana, ich möchte das du die Verteidigung am Höhleneingang anführst! Kein Nicht-Elf darf diesen Zugang lebend verlassen! Verstanden?" Und mit diesen Worten fand auch Ylvana wieder ihre Haltung wieder. "Jawohl Kommandant!" War ihre schnelle Antwort. "Magister Turmstaub, wir werden zusammen mit Ritter Goldblut verdeckt in die Höhlen eindringen! Ein Tarnzauber wird von nöten sein." Dan richtet er sich wieder gegen Ylvana und den Rest des Regiments. "Wir werden verstohlen in die Festung eindringen und diesen Ort hochgehen lassen. Die Festung sollte als Versteck dienen, drum hoffe ich das unser Weg frei sein wird, wen ihre gesamte Mannschaft zur Verteidigung eilt. Ihr lasst keinen am Leben! Kein Höllenorc der heute unser Blickfeld trifft wird überleben! Verstanden?!" "Jawohl Kommandant!" kam die Antwort aus mehreren Elfenkehlen.
Anschließend wendete er sich wieder Turmstaub und Goldblut zu. Die beiden Magister legten einen Tarnzauber auf den Kommandanten, den Ritter und den Magister. Ehe sie die Welt der Sichtbaren verließen, nickte Zomaj Ylvana noch zu. "Wir sehen uns gleich wieder." Sprach er nicht aus. Doch sie verstand was er ihr mitteilen wollte.
"Verteidigungslinie!" Befahl Ylvana der ihr nun unterstellten Rittern. Schildträger vorne, Lanzenträgerlinie dahinter und dahinter wartete der einizige zur Verteidigung gebliebene Magier darauf seine Feuermagie auf den Feind loszulassen.
Mit Zorn in der Brust und einem erhobenen Waffenarsenal aus überwiegend Äxten, Piken, Schwertern und einigen Werkzeugen stürmten die Blutrünstigen Orcs der Bloodwaterfestung auf die Verteidigungslinie der Blutelfen zu. "Kein Orc wird überleben." Dachte Ylvana. "Keiner." Waren Zomaj´s Gedanken, als sein kleiner Infiltrationstrupp am Rand der Höhle die angreifenden Orcs, welche sie nicht sehen konnten, passieren ließen, um tiefer in das mittlerweile mit Mauerwerk ausgearbeitete Innenleben der unterirdischen Festung einzudringen.


Kapitel III Part 3

"Das war erbärmlich, Rekrutin Falkensturm. Aufstehen und wiederholen!" Ylvana hievte sich langsam wieder auf die Beine. Noch nie im Leben musste sie ein Kettenhemd tragen. Es war schwer vom Gewicht und umbequem zu tragen. Sie nahm ihre Trainingswaffe, ein zum Zweihänder geformtes Holzschwert, wieder auf und schaute zu ihrem Gegenüber. Der Mensch hatte hinter seinem Vollbart eine warme Austrahlung. Die eine oder andere graue Strähne schien durch seine braunen Haare, welche er zu einem Zopf gebunden hatte. Sein goldenes Kettenhemd glänzte in der Sonne doch blendete es sie nicht. In seiner Hand trug er die selbe Übungswaffe wie sie auch Ylvana trug.
"Konzentriere dich auf das was du tust und habe nicht nur das offensichtliche vor Auge!" Sie verengte die Augen, hob die leichte Waffe an und winkelte ihre Arme auf das das lange Ende des Holzschwertes auf ihren Gegner gerichtet war. Dan stürmte sie los, ihren Lehrer fixierend.
Erst in unmittelbarer Reichweite hob er seine Holzwaffe an und parierte ihren geplanten Streich. Sie weitete erstaunt ihre Augen als er ihr auswich und im gleichen Atemzug seine Waffe senkte um ihr die Kontrolle über ihren Laufweg zu nehmen. Mit einem weiten Satz landete Ylvana nun schon das fünfte mal an diesem Tag auf den sandigen Boden des Übungsplatzes. Der thalassische Fluch den sie ausspie konnte er nicht verstehen.
"Warum tust du das, Ylvana?" Nur langsam kam sie wieder auf die Beine und drehte sich zu ihm um. "Was meint ihr?" "Du kämpfst mit Wut und Zorn und treibst dich nur mit Hass an. Weshalb?" "Was für eine dähmliche Frage ist das den? Ich versuche Euch einfach zu erwischen doch ihr seit einfach viel zu schnell für mich. Das ist alles. Ich brauche nur mehr Training." Lächelnd schüttelte der Paladin seinen Kopf. "Nein. Training brauchst du durchaus, ja. Doch es nicht allein entscheiden mit welcher Waffe in deiner Hand du trainierst, sondern auch mit welchen Waffen in deinem Geist. Wut und Zorn sollten es nicht sein. Sie machen dich blind für das Wesentliche. Kämpfe mit deinem Herzen, welches dir die Richung in allen deinen Wegen aufzeigt, und deinem Verstand, welcher dich jeder Situation bewusst werden lässt und dir mehr als nur die offensichtliche Möglichkeit aufzeigt deinen Gegner zu bezwingen. Ziehe deinen Antrieb nicht aus Hass. Hass ist es was dich ins Verderben drängen wird und dich blind gegenüber allem werden lässt."
Ylvana nickte ihm verstehend zu und klopfte sich den Sand aus der Kleidung. "Ylvana, ich bitte dich nun meine Worte zu verinnerlichen. Schließe für einen Moment deine Augen und atme tief ein. Klare deinen Verstand auf und wir fahren dan fort."
Ylvana schließt , wie ihr gesagt wurde, die Augen und atmet tief durch. Die Worte ihres Lehrers schallten ihr lange danach durch den Kopf.

Ylvana öffnete ihre Augen und wich spielend der Streitaxt aus, welche drohte sie zu enthaupten. Beim auftauchen aus ihrer geduckten Haltung führte sie mit ihrem Säbel einen Streich am Hals des Angreifers aus. Gurgelnd ging er zu Boden. Ihr Verstand war klar. Die Augen verengt wurde ihr Treiben weder durch Wut noch durch Zorn gelenkt. Zwei Angreifer nährten sich ihr und sahen sie wohl als leichtes Ziel, hatten ihre toten Waffenbruder wohl noch nicht erspäht.
Mit einem Schulterblick machte sie sich ein Bild von der Lage. Der Kampf tobte schon einige Zeit und aus der Verteidigungslinie haben sich kleine Kampfgruppen gebildet. Viele tote Orcleiber lagen am Boden. Und auch einige Blutritter sollten diese Tag nicht überleben. Doch die Lage war unter Kontrolle. Gut so, dachte sie, als sie ihr Augenmerk wieder ihren beiden Angreifern widmete. Beide kommen vereinzelt und unkoordiniert. Ylvanas`s Beine setzten sich in Bewegung und sie rannte auf den Ersten zu. Im Lauf hebt sie ihren Wappenschild und kolidierte mit dem Schild vorraus mit dem ersten Orc. Jener wurde durch die Wucht des Aufpralls nach hinten geworfen. Die Blutritterin ließ nicht nach und ging mit dem Schild noch immer vorraus mit dem Orc zu Boden. Erst als ihr lebender Untergrund den Boden berührte und beide damit eine stabile Lage bekamen, schnellte ihre andere Hand mit dem Säbel vorran zum Hals des Kämpfers. Die gebogene Klinge tränkte sich mit frischem Blut und auch ihre Rüstung sollte von der klebrigen Masse nicht verschont bleiben. Doch fiel der Lebenssaft an den schwarz-roten Rüstungen der Blutritter nicht besonders auf. Während der Orc sein Leben aushauchte kam der Zeite Angreifer angestürmt. Mit einer Spitzhacke bewaffnet schien es sich um einen Arbeiter zu handeln. Er trug auch keine Rüstung sondern nur einen ledernen Arbeiterwams.
Die Spitzhacke schnellte durch die Luft. Eine Seitwärtsrolle sollte Ylvana aus der Gefahrenzone bringen ehe das Werkzeug mit dem spitzen Ende in den toten Körper seines Kumpanen fuhr. Der Orc schien verwundert über seinen eigenen Angriff und brüllte wütend auf. Sie kam wieder auf die Beine und schenkte dem immer wütender werden Orc eine herrausfordernde Geste. Mit einem schmatzenden Geräusch verließ die Spitzhacke den toten Orckörper und wurde in eine Angriffsposition gebracht.
Der Arbeiter rannte los und wollte Ylvana direkt mit der Hacke treffen. Jedoch bleib Ylvana regungslos stehen und schaute dem Orc direkt in die Augen. Und erst als der Orc in Reichweite war, parierte sie seinen Schlag mit ihrem Schild, macht einen Ausweichschritt worauf er verwundet nach vorne stolpert. Ylvana senkte ihren Klinge und brachte mit der flachen Seite der Waffe den Angreifer zu fall. Wirbelnd hob sie ihre Klinge um sie anschließend im Rücken des Orcs zu versenken. Mit Herz und Verstand, dachte Ylvana als sie zufrieden lächelte.
Ihr habt es weit geschaft hm? Verkündete eine Stimme links hinter ihr. Sofort wirbelte sie herrum mit der Waffe im Anschlag. Ihr glaubt einen Sieg zu erringen hm? Meldete sich die Stimme erneut rechts hinter ihr. Erneut wirbelte sie herrum, doch außer den Kämpfenden um sie herrum war niemand zu sehen. Und keiner der Höllenorcs hatte sie als Gegner bestimmt. Ich denke das reicht jetzt. Sprach die dunkle Stimme nun unmittelbar vor ihr. Schwarz wurde ihr vor Augen. Irgendetwas hatte sich auf ihr Gesicht gelegt. Das "Etwas" tratt aus den Schatten. Zunächst eine breite Hand welche Ylvanas Kopf fest umklammert hielt. Dan der dazugehörige Arm und schlussendlich eine in Roben gehüllte Gestalt.
"Weißt du, ich kann mir den Verlust meiner Pläne durch Euch leider nicht erlauben. Nimm es bitte nicht persöhnlich." Sie bekamm keine Luft mehr. Mit ihrem Säbel schlug sie blind um sich doch traf sie nichts. Erst als ihr drohte das Bewusstsein zu verlieren ließ der Griff nach. Sie konnte nichts sehen, doch merkte sie wie vor ihr etwas zu boden fiel.
"YLVANA!" Schrieh eine bekannte Stimme vor ihr. Sie lag am Boden nachdem sie dem Griff entgehen konnte und nach Luft ring. Als sie kurz darauf auch ihr Augenlicht zurückerhielt, war das erste was sie sehen konnte eine Schulter welche sich schützend vor ihr legte. Etwas traf den Körper und er stöhnte vor Schmerzen auf. Erst als Ylvana endgültig registrierte wer sich da vor ihr geschmissen hatte schossen ihr die Sorgen in den Geist.
Die muskolösen Gestalt in den weiten Roben lag am Boden und hatte seine offene Handfläche gen Ylvana und der Person vor ihr gerichtet. Mühseelig hatte er sich etwas von ihnen entfernt. Leichter Qualm stieg aus der Handfläche auf. Verursacht durch einen tödlichen Schattenzauber der zu einem kurzen Strahl kanalisiert Ylvana´s Herz durchbohren sollte.
Ylvana drehte den Kopf ihres Beschützers auf ihren Schoß und sieht ihm lächlend mit einigen Tränen in den Augen an. "Jeroime, du hast ... mir das Leben gerettet." Sein roter Lebenssaft breitet sich unter ihm auf dem Boden aus. Verkrampft versucht er auch ihr ein Lächeln zu schenken. "Ich wollte ... dir ... noch etwas ... sagen, Ylvana. Ich ... li ..." Den Rest des Satzes sollte er ihr schuldig bleiben. Sein letzter Atemzug war der plötzliche Einbruch des Winters für sie. Unerwartet kalt und dunkel. "Jeroime ..." Zwei Tränen rollten aus ihren grün glühenden Augen. Die Gestalt in den Roben hatte sich mittlerweile schwerfällig auf die Beine gekämpft. Jeroime hielt noch verkrampft einen Bogen in der Hand, doch fehlte der Pfeil. Ylvana erspähte ein Loch im Torsorbereich der Robe des Angreifers.
Jeroimes Pfeil muss ihn zu Boden gebracht haben, doch erhohlt er sich rasch. Eine Eigenschaft die Jeroime nicht besitzt. Und seine Tat soll nicht umsonst gewesen sein.
Gegen alles was ihr gelehrt wurde füllte sich ihr Geist mit Zorn und Wut. "Dafür wirst du bezahlen, Bestie!" Waren ihre Worte an den Zaubernden, welcher seine Hand anhob. Schwarze Magie knisterte in seiner Handfläche. Ylvana erhob sich und schaute ihrem Gegenüber wütend in die Augen. Sie ließ ihren Körper mit Lichtmagie fluten, welche sich durch ihre Wut immer wieder in kleine Blitze oberhalb ihrer Rüstung entluden.
Der Robenträger begann zu kichern als die dunklen Energien in seiner Hand eine beachtliche Größe eines Orcschädels erreichte. Die Blutritterin ging auf den Zaubernden zu. Ihr Anblick war furchterregend. Die blutverkrustete Stichwaffe in der einen Hand, den ebenfalls blutverschmierten Schild in der anderen Hand und grelle Blitze schossen über ihren Körper. Erst als sie einen wütenden Schrei ausstieß began sie zu laufen. Der Zauberer lachte laut als er die Energien in seiner Hand entlud und seine Hand auf Ylvana richtete. Ein Strahl schwarzer Magie schoß aus seiner Hand direkt auf sie zu. Ylvana wurde weder langsamer noch zuckte sie auch nur mit einem Auge als der Strahl vor ihr mit etwas kolidierte und sich dan auflöste. Ein greller, glänzender Schild umgab die Paladin und sollte sie vor dem Angriff schützen.
Der Robenträger, sich seines Triumphes sicher, bemerkte die Blutritterin erst spät als sie, geschützt unter dem Schild, durch seine Schwarzmagie brauch und er schon das Glänzen der Klingenspitze sah. Zweiteilen von oben nach unten wollte sie Jeroimes Mörder. Doch jener löst sich in einer schwarzen Wolke auf ehe ihre Klinge den Stoff seiner Robe berühren konnte. "Was zur Sonne ..." waren ihre Gedanken dabei.
Dies sollte auch der Moment sein wo der letzte Orc, enthauptet, sterbend zusammenbrach. Die Verteidigungslinie sollte halten und keiner der Wilden sollte entkommen.
Und dan explodierte mehrere hundert Meter westlich von ihnen der Boden. Sollte es noch eine Verteidigung geben neben diesen Orcs? Waren die zusammengefassten Gedanken des 14ten Blutritterregiments.
"Hoffentlich hatt Kommandant Falkensturm erfolg." Sprach der Magister der Verteidigungslinie zu Ylvana.
Mit den Waffen im Anschlag warteten die Sin`Dorei auf das was sich ihenn gleich aus dem aufgesprengten Boden zeigen würde.


Kapitel III Part 4

"Die Zeit ist reif meine Brüder!" Sprach die muskolöse Gestalt in den langen Roben. Seine tiefe Kapuze zog er nach hinten und offenbarte der Orcmeute vor ihm seine angsteinflößende Gestalt: Ein Orc älteren Jahrgangs. Viele Narben prägten seine Gesichtszüge. Man möchte glauben das selbst ein freundliches Lächeln auf seinem Gesicht einen bösen Ausruck darstellen soll. Die Augen des Zauberkundigen leuchteten in einem unheimlichen dunkel-rot. Mit ausgebreiteten Armen, als wolle er die Götter selbst anbeten, fuhr er fort.
"Wir haben viel Arbeit und noch mehr Zeit erbracht um diesen Werk zu beenden! Mit der Technik unseres alten Feindes werden wir in den Himmel fahren und unseren Weg zwischen den Sternen finden und werden uns die Welt jehnseits des dunklen Portals einverleiben! Dan werde ich euer neuer Kriegsfürst sein und werde unsere neue Horde mit meiner eisernen Faust zur stärksten Streitmacht aller Welten machen! Erst Azeroth! Dan Draenor! Und dan das gesamte Universum! Weder die Draenei noch die brennende Legion werden in der lage sein uns aufhalten zu können!" Anschließend legte der größenwahsinnge Orczauberer seinen Kopf in den Nacken und badete in einem brüllendem und tosendem Applaus. Zumindest in dem, was bei den Orcs als Applaus definiert wird.

Einen gewaltigen dunklen Krater hatte die Explosion auf dem Boden hinterlassen. Rauch stieg auf und verhüllte erst, was sich langsam aus dem Krater erhob. Ylvana und der Rest ihrer Verteidiger beobachteten gebannt das, was sie nur wage Schatten um Rauch warnehmen konnten.
Aus dem Rauch schob sich etwas gewaltiges in den Himmel. Sein steinernes Äußeres ließ es wie einen schwebenden Berg aussehen. Blitze schoßen über seine Unterseite. Flaggen und Banner der Höllenhorde hingen an seinem äußeren. Und erst als Ylvana über die Banner und den angebrachten Stacheln hinweg sehen konnte, erkannte sie die Ähnlichkeit mit einem der Draeneisternenschiffe, welche sie unter dem Befehl von Prinz Kael`thas sogar von innen besichtigen durfte.
An einer Brüstung stand der Robenträger. Nun zu erkennen als Orc. Der Mörder von Jeroime. Wut stieg in ihr auf als ihr bewusst wurde, dass er entkommen würde. Nichts was sie jetzt tun könnte, würde ihn an seiner Flucht hindern. Ein Magier würde ihr zur Seite stehen. Doch was sollte ein einzelner Elfenmagier tun selbst wen diese fliegende Festung noch in Reichweite wäre?
Eine weitere Explosion erschütterte den Boden. Auch diese kam aus dem entstandenen Krater. Ylvana konnte sehen wie der Orczauberer verwundert nach unten schaute. Diese Explosion schien ungewollt zu sein.
Ein Brüllen aus einer einzigen Kehle ließ es Ylvana kalt den Rücken hinunten laufen. Aber diese Stimme war ihr vertraut. Ein grelles Licht kam aus dem Krater und ließ den Boden erneut erbeben. "DU WIRST NICHT ENTKOMMEN!" Erklang Zomaj´s Stimme aus dem grellen Licht des Kraters. "Bruder ..." Begann Ylvana ihren Gedanken, konnte ihn jedoch nicht zuende führen. Ein Lichtstrahl schoß aus dem Krater direkt auf die fliegende Orcfestung zu , welche immer höher stieg.
Langsam löste sich der Lichtstrahl auf und hinterließ an seiner Spitze eine humanoide Gestalt mit einem imposanten Zweihänder in der Hand. Aus dem Rücken des Blutelfenkommandanten spreizten zwei leuchtene Flügel, geformt aus reiner Lichtmagie und stießen ihren Träger immer weiter gen Himmel, direkt auf das Sternenschiff. Der Schattenzauberer wollte die neue Bedrohung von Himmel holen in dem er eine Salve von Schattenblitzen nach der anderen auf den Blutelfen feuerte, doch löste sich diese in Nichts auf noch ehe sie Zomaj erreichten. Der Orc weitete seine Augen als der Angreifer mit einem thalassischen Kriegsschrei einen Loch in die Außenwand der Festung stanzte und damit im Innenleben diese verschwand.
Der Orchexer wollte seinen Männern noch Befehle zubrüllen als die Außenhülle der Festung anfing zu bersten. Riss für Riss entstant aus denen jeweils ein grelles leuchten schien. Explosionen waren zu hören und kurz darauf auch zu sehen. Der Orc verschwand in das Innere der Festung.
Ylvana und der Rest des Regiments konnten nichts anderes tun als einfach nur gebannt zuzusehen.
Eine neue Explsion ließ Feuer aus der Festung entstehen und sie verlor an Höhe. Statt weiter in den Himmel aufzusteigen sank die Festung langsam gen Boden. Erneut war ein lautes Schreien des Blutelfenpaladins zu hören. "NEIN!" Brülle Ylvana, als ein letztes mal aus jedem Riss, jedem Fenster und jeder durch explosionen entstandenen Öffnungen grelles Licht schien, ehe die Festung in einer gewaltigen finalen Explosion zun einem einzigen Nichts reduziert wurde. Ylvana fiel in Tränen mit ausgestreckten Händen zu Boden, als die Druckwelle der Explosion ihre Haare nach hinten warf und ihre Tränen über den Boden des Schattenmondtals trug.
Ihre Ausbildung würde sowas nicht zulassen. Doch konnte sie nicht anders als auf Knien ihren Kopf zu senken und ihre Tränen in den steinigen Boden zu vergießen. Keiner der anwesenden Blutelfen wäre in der Lage gewesen sie zu trösten. Auch sie hatten einen der Ihren verloren, der für sie alle von großer Bedeutung war.
Trümmerteile schlugen auf den Boden auf. Doch schien es als würde keines sich trauen auch nur in der Nähe der trauernden Paladin zu landen. Jedes ihrer Augen tränt. Als würden sie für die zwei Gefallenen bluten, die heute ihr Leben gaben und denen sie doch so nahe stand. Dem Waldläufer Jeroime, dessen Gefühle für sie er nie wirklich verheimlichen konnte und welche sie nie erwiderte und ihrem geliebten Bruder. Ihrem letzten bekannten Familienmitglied. Der Elf der ihr so viel gab und trotz großer Entfernungen doch immer für sie da war. Abschiede schmerzen. Noch mehr wen man nicht "Leb wohl." sagen kann.

Kapitel III Part 5

"Das ist doch sinnfrei! Das Falkendrachenschwadron von Captain Goldtower hätte den Warentransfer der Höllenorcs zu Bloodwater doch mitbekommen und melden müssen!"
Es sind nur wenige Tage vergangen seit der Einnahme der unterirdischen Festung Bloodwater.
"Sie wussten doch das wir den Himmel zum Großteil unter Kontrolle haben. Also werden sie verdeckt unterwegs gewesen sein. Viel erstaunlciher ist es, wie sie eine riesige Entfernung vom Nethersturm zum Schattenmondtal zurücklegen konnten ohne nicht den Bodenpatroulien in die Hände zu fallen."
In Shattrath wurde Ylvana zu einer Sitzung in den Räumlichkeiten der Seher geladen.
"Mich würde eher intressieren wie diese Wilden dazu in der lage waren die Technik der Draenei so zu kopieren das sie eigene Sternenschiffe erbauen konnten. Hatt schonmal jemand daran gedacht hm?"
Und so saß sie an einem langen Tisch zusammen mit Funktionären der Seher, Vertreter von Qual´thalas und einigen Offizieren der großen Horde, der sie nun auch angehörte. Doch gewöhnen konnte sie sich daran nicht.
Der breitschultrige Orcheeresführer grunzte verächtlich als er das Wort "Wilde" aufschnappte. Doch sagte er nichts. "Wir müssen wohl einsehen und uns klar machen das die Höllenorcs in einigen Gruppierungen und Clans noch immer sehr eigenständig und auch gefährlich sind. Die Bloodwaterorcs liefern dazu den Beweis." Sprach ein Taure in einer formell wirkenden Ledertracht.
Ylvana hatte ihren Ellbogen auf den Tisch vor ihr gelegt und stütze mit ihrer Hand ihren Kopf ab. Wobei sie mit ihren Daumen ihre Schläfen massierte. Sie hatte bisher noch kein Wort gesagt. Und würde es auch im weiteren verlauf der Sitzung nicht tun.
"Nun ..." Sprach der Protokollführer der Seher. "... Wie dem auch sei. Bloodwater ist gefallen und unsere Spähertruppen suchen das Schattenmondtal nach weiteren versteckten Stützpunkten ab. Aber relevant ist zunächst unser weiteres Vorgehen. Von norden her ist der Weg frei zum schwarzen Tempel. Und mit seinem Fall können wir diesen Krieg beenden. Doch zunächst müssen wir noch unser Augenmerk auf eine Einrichtung der Höllenorcs im süden lenken. Die Festung des Drachenmals ist gut befestigt und wird zusätzlich durch eine nicht geringe Zahl von Netherdrachen geschützt. Doch wir denken das es eventuel einigen Helden aus unseren Reihen gelingen könnte ..."
Ylvana hörte dem Protokollführer nicht länger zu. Ihre Gedanken waren woanders. Und auch sie selbst wünschte sich jetzt woanders sein zu können. Wie sich herrausstellte hatte keiner aus Zomaj`s Infiltrationstrupp, welche in Bloodwater eindrangen, überlebt. Das 14te Blutritterregiment wurde zusammen mit einigen Waldläufergruppen zum Sanktum der Sterne im Schattenmondtal abgestellt. Unter einem neuen Kommandanten, welcher sie nicht sein würde. Seit langem trug sie keine Metallplatten an ihrem Körper. Und kein Kettenhemd darunter. Eine formelle Robe für diese Sitzung sollte es sein, und sie fühlte sich darin so schwach und unfähig. Und es würde sicher noch einige Zeit vergehen, ehe sie über ihre Trauer hinweg kommen würde. Sie war es selbst, die sich wünschte das dies schnell geschehe. Sie würde das Ende dieses Kampfes um die Scherbenwelt miterleben und ihr Bruder würde nicht umsonst gestorben sein. Langsam erhob sie sich und ging aus dem Raum raus.
"Ritter Falkensturm, was ..." brachte der Protokollführer noch hervor doch würde sie den Rest des Satzes nicht mehr mitbekommen. Außerhalb der Räumlichkeiten blickte sie auf die Stadt hinab. Rassen vieler Kulturen waren hier zusammengekommen. Ein Anblick den sie wahrscheinlich nie wieder zusehen bekommt, sobald der Krieg vorbei ist. Oder etwa doch? Durch Bündnisse werden Grenzen gesprengt und Kulturen fangen an zu verschmelzen.
Sie schüttelte ihren Kopf worauf auch die letzten Tränen auf ihrer Wange den Weg auf den Boden fanden. Sie versteifte ihre Haltung, hob ihr Kinn an und verengte die Augen.
Jeder Orc der Horde, welcher ihren Weg zur Schmiede kreuzte, schenkte sie einen kurzen, verächtlichen Blick. Ihre Rüstung war repariert worden und ihre Klinge hatte wieder ihre ursprüngliche Schärfe. Es gab keine Zeit zu verschenken, den der Krieg war noch nicht beendet und Soldaten werden an der Front stehts gebraucht.

Kapitel IV

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Ylvana Falkensturm - Der Abgrund muss warten.
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