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 Charaktergeschichte zu Fiondir Dämmerstrahl

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Fiondir
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BeitragThema: Charaktergeschichte zu Fiondir Dämmerstrahl   Mi Feb 02, 2011 11:46 am

[ OOC: Fiondir selbst spricht nicht gern darüber, doch seine Schwester 'bewahrte' ihn viele Jahre vor der Außenwelt. Kontakt mit anderen seines Alters hatte er selten, so dass dem Sin'dorei daher das Knüpfen freundschaftlicher Bande verwehrt blieb. Bis heute noch zeigt sich bei Fiondir eine gewisse Schwierigkeit darin, Bande aufrecht zu erhalten oder entstehende Bande zu akzptieren & zu pflegen. ]


Part I.

> Nyelle's gute Absichten

» Schläft er? « - Die glatte Stimme des Sin’dorei hauchte durch die nur von Kerzenlicht zerschnittene Dunkelheit, die die kleinen Kochräumlichkeiten mit spärlichen Licht erhellten.
» Ja ich denke schon ... «, erwiderte die junge Priesterin mit leiser, glockenschlagklarer Stimme. Der Blick ihrer Smaragdgrünen, klaren Augen wanderte zurück zu dem schweren Bordeauxfarbenen Vorhang, den sie zugezogen hatte, ehe sie in die Küche getreten war. Dort hockte bereits seit einigen Stunden schweigend ein Bekannter ihrerseits. Ein junger Erfinder und Tüftler der sich ganz der Ingenieurskunst verschrieben hatte. Iquanor Silberblut war wahrlich eine fast schon androgyn erscheinende Persönlichkeit. Ein etwas hager wirkender Elf mit glatter, makelloser Haut und schmalen Augen.
Genüsslich paffte der Elf an einer orientalisch wirkenden Pfeife, die junge Elfe vor sich mit scharfem Blick genau musternd. Ihre schlanken Finger strichen in einer langsam fließenden Bewegung ein paar der langen blonden Haarsträhnen zurück hinter das Ohr, der Blick suchte in der Leere einen Anhaltspunkt um sich zu fixieren. Die geistige Abwesenheit war ihr sichtlich anzumerken. Dazu musste man gar nicht erst versuchen in ihr zu lesen. Für Iquanor, der Nyelle Dämmerstrahl schon seit Kindheitstagen kannte, war und blieb sie ein offenes Buch.
» Nyelle, Herzchen... «, sprach er schließlich mit rasiermesserscharfer, glatter Stimme. » Ich kenne diesen Blick von dir und lass mich dir eines sagen: Das – funktioniert – nicht!« Den letzten Worten verlieh er bestimmt einen gewissen Nachdruck, obgleich seine Worte für Nyelle ohnehin ohne Gnade, ja fast schon etwas belustigt klangen.
Irritiert, mit dezent zusammengezogenen Augenbrauen hob die Elfe den Kopf, blickte ertappt und gleichzeitig entwaffnet zu dem Elf mit dem seidenen, platinblondem Haar.
Schweigend mit fassungslos geöffneten Lippen starrte Nyelle gen Iquanor, der voller Genuss eine dicke Rauchschwade aus seinen Lippen hervorhauchte. Stille legte sich kurz in den Raum, die Iquanor allerdings rasch zu stören wusste, als er schon mehr an sich selbst gewandt sprach: »Hab ich also richtig getippt.« Er schüttelte sacht den Kopf, dass die langen, seidigen Haarsträhnen leicht hin und her wogen. »Wie lange gedenkst du ihn eigentlich noch einzusperren? Bis der Krieg auch unser Land erreicht? Hmh? «
Erneutes Schweigen und nichts als Blicke die für ihre Worte sprachen. Schließlich war es Nyelle die den Blickkontakt beschämt abbrach und leicht die Lippen schürzte, die Hände die in ihrem Schoß lagen fast schon krampfhaft ineinanderfaltend.
» Ich sperre ihn nicht ein. «, Erwiderte sie leise und mit versuchter Bestimmtheit. » Ich schütze ihn lediglich vor einer Welt, die ihm das Herz brechen würde. - Iquanor das verstehst du nicht. Er ist viel zu zerbrechlich um es zu ertragen. «
Der Elf verdrehte theatralisch die Augen und lehnte sich in dem Sessel indem er saß zurück, überschlug die Beine und wedelte mahnend mit seiner noch immer qualmenden Pfeife in ihre Richtung. » Dummes Mädchen! «, gab er mit leicht gereiztem Unterton wieder. » Du kannst ihn nicht vor einer Welt schützen mit der er unmittelbar in Kontakt steht! « - Worte derer Wahrheit unsagbar schwer wogen, so dass Nyelle für einen kurzen Augenblick glaubte sie würden ihr den Atem rauben. Iquanor fuhr fort.
» Du kannst ihn nicht der Welt vorenthalten in der Hoffnung dass er niemals verletzt werden wird. Er ist bald erwachsen und du behandelst ihn noch immer wie ein kleines Kind. Dabei sollest du längst wissen, dass er ständig versucht sich deinem Schutz zu entziehen. Er ist ein Freigeist, genau wie Euer Vater es war. « - Mit einem Schlag hob Nyelle den Blick, voller Wut und Schmerz.
» Sei still! «, fuhr sie den Elf fauchend an. »Mutter und Vater haben uns im Stich gelassen! Sie haben ihre Ideale vor ihre eigenen Kinder gestellt! Ihr Verrat ist unverzeihlich! Ich will nicht das Fiondir den selben Fehler macht! Er wird hier bleiben! In Quel’thalas! Als ganz normaler Bürger! « Iquanor hob entwaffnet die Hände, schüttelte nur den Kopf, dass die seidenen Haare erneut leicht durch die Luft wirbelten.
»Wie du meinst, wie du meinst, meine Liebe. «, gab er schließlich nach und musterte Nyelle eine Weile, eher er wieder an seiner Pfeife zog. » Aber lass dir gesagt sein: Es wird der Tag kommen an dem du ihn gehen lassen musst. Du kannst ihn nicht ewig ‚beschützen’. «
Nyelle betrachtete den Elf erzürnt und scheinbar über alle Maßen beleidigt. Dabei schien sie selbst zu wissen das beides unberechtigt war. Sie wusste dass er Recht hatte. Irgendwo, wusste sie es. Irgendwie hatte sie es schon immer gewusst.



[ OOC: Selbstredend werden in diesem Beitrag noch weitere wichtige Einschnitte aus Fiondir's Vergangenheit folgen Smile Ich feue mich über jedes Feedback zu Wortwahl, Ausdruck und Schreibstil! Danke für's Lesen ^^ ]
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