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 Ein Beginn unter Herzklopfen

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Valaya
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BeitragThema: Ein Beginn unter Herzklopfen   Mo März 28, 2011 12:40 am

22.12. (2010) - Omduil Zaph’resz - Das Haus Abaeir
Ich bin eine Magierin, die spät mir ihrer Ausbildung angefangen hat. Mit dieser Aussage, würde ich mich sicherlich noch als Vorwurf befassen müssen. Ich stelle es mir schon vor, wie mein zukünftiger Lehrer vor mir steht und eine Augenbraue erhebt, mich ausfragt, über das Wieso? Weshalb? Und dem Warum? Magister sollen sich wohl gerne überschätzen, vor allem die Männer in unserem Volk. Meine Mutter bekannte sich hier recht früh, aber auch nur mit der Begründung, weil Magister, sowie Magistrix wichtiger denn je werden und zugleich an alte Zeiten erinnerten und fortführen würden. Etwas das man nie vergessen sollte: „Die Anwendung der arkanen magie ist ein Recht! Sie zu verbieten ist so, als würde man einem die Strahlen der Leben spendenden Sonne verbieten!“. Das waren schon immer die Worte meiner Mutter gewesen. Und auch mein vater stimmte diesen Worten zu, verteidigte das Leben, das eben die wärmenden Sonnenstrahlen benötigte, ebenso wie ihr Licht, das sie mit brachten.

So zog ich weiter bis zum Sonnenzornturm und wurde bei den Magistern vorstellig. Ich sprach mit einen der Lehrer, die mich über die neusten Zauber auf meinen Stand aufklärte. Gegen dies hatte ich nichts einzuwenden. Eine kleine Information am Rande, die ich mit in meine Ausbildung mitnehmen konnte war praktisch. Und während ich mich unterhielt, dröhnte eine recht monotone, aber dennoch sehr markante Stimme durch den Raum, die sich vertraut anfühlte, aber die ich nicht gleich zuordnen konnte. Und doch wollte mich diese so sehr daran erinnern, dass sie in Mark und Bein zu spüren war. Ich blickte mich sogleich um, als die Stimme nach mir verlangte und dann, sah ich ihn. Nie hätte ich gedacht, dass ich ihn jemals wieder sehen würde…. Omduil Zaph’resz, der Großmagister des Hauses Abaeir. Wie beim letzten Mal wirkte sein Auftritt pompös, auch wenn er sich damit wohl nicht zu schmücken gedachte. Für ihn schien alles selbstverständlich. Sein strenger Blick, der einen fesselte und mich fast an die nächste Wand zu drücken vermochte, richtete sich auf mich. Mein Atem war mit einem Mal fast verschwunden und meine Augen blinzelten in aller Überraschung auf, als ich mich auf seine Worte hin meldete. Mit den Armen auf den Rücken verschränkt trat er mit tödlichen und langsamen Schritten auf mich zu und meine Standhaftigkeit, wurde mit jedem seiner Schritte zertreten, aber… auf eine ziemlich… anregende Art und Weise. Ich fühlte mich so unglaublich schwach in seiner Gegenwart…. Wenn dies einer zu lesen bekäme, so würde dieser Jemand sicherlich denken, dass ich den Verstand verloren hätte, aber sicherlich auch mein Herz…. Oh, weh! Wie… kitschig…. Vor allem wenn man den Großmagister Abaeirs hier mit einbeziehen muss.

Er fackelte nicht lang und pflegte zu einer kurzen Vorstellung. Sogleich wollte er wissen, sowie auch prüfen, welche Fähigkeiten ich zu bieten habe und testete sie außerhalb der Stadt Silbermonds. Und tatsächlich vermochte er es, wenn er auch nichts davon mitbekam, mich noch mehr mit seiner Präsenz zu nötigen. Er bot für jene Prüfung sich selbst als Zielscheibe an! Nun, sicherlich hätte ich mit meinen bescheidenen Fähigkeiten nichts ausrichten können, aber ich hegte schon gewisse Hemmungen ihn zu treffen, so… bereitwillig. Doch ließ ich mich darauf ein und es bedurfte einiger Bitten seinerseits aus, bis ich immerhin mein Bestes gab unter meiner Nervosität. Irgendwann gab er mir dann auch zu verstehen, das er genug gesehen hatte und er mein Potenzial erkannte, nur das eben dieses weit aus mehr gefördert werden müsste. Definitiv war dies ein Kompliment für mich! Denn Hopfen und Malz waren dadurch nicht verloren…. So verabschiedete er sich bald von mir.

AM selben Abend erhielt ich noch einmal einen Brief von dem Großmagister, dass er mich für weitere Tests und Prüfungen einlud. Das Treffen sollte in Morgenluft vor dem Haus Abaeir stattfinden. Sobald ich den Brief gelesen hatte, brach ich auf. Schließlich wollte ich ihn nicht warten lassen. Zumindest, wollte ich auch zu einem gewissen Teil auch… nicht mehr auf ihn verzichten…. Seltsamerweise. Dort angekommen lernte ich zwei Hausbewohner kennen: Waldläufer Fiondir Dämmerstrahl und eine Anwärterin namens Pirouette. Von dieser konnte ich mir kein zu Gutes Bild machen, aber der Waldläufer schien von sturer Natur zu sein, dies verriet mir sein verengtes Gesicht. Ich konnte mich natürlich irren, aber… so war der erste Eindruck. Den ich gewinnen konnte. Der Großmagister stellte mich mit weniger Begeisterung vor…. Haben also seine Worte, die er mir am Vormittag nannte, nicht der Wahrheit entsprochen? Verunsichert, aber dankbar begrüßte ich die sympathischer wirkenden Blutelfen.

Doch bald folgte schon der Abschied und der Großmagister führte mich zu der Todesschneise. Dort liefen sie, die Untoten. Unkontrolliert und sie bewegten unnatürlich ihre Beine und rissen ihre Arme mit sich herum, bei jedem Schritt. Meine Aufgabe war es nun, von dem Punkt aus, auf den wir standen, bis zu den Weg zur gegenüberliegenden Seite alles „frei zu räumen“. Dies tat ich auch. Und als ich meine Aufgabe erfüllt hatte, fragte ich, ob es seinen Anforderungen gerecht war. Daraufhin stellte er mir die Gegenfrage, warum ich glaubte, dass diese Aufgabe Sinn machen würde. Ich sagte ihm, dass ich glaube, dass er mich und meine Fähigkeiten im Kampf studieren wollte. Nun, ich lag nicht ganz falsch, aber auch seiner Meinung nach eben nach nicht wirklich richtig. Ich sollte die Aufgabe mir mehr zu Gemüte führen, da die Untoten eine Schande in unserem Land seien. Ja, das ist auch an für sich richtig. Und ich erklärte ihm, dass die ursprüngliche Seele und ihr Licht sich niemals in solcher Abartigkeit wiederfinden wollen würden und daher der Tod der letzte Wille war, der hier erfüllt werden sollte. Anscheinend hatte ich somit einen guten Ansatz gewählt. Jedenfalls stimmte mir Magister Zaph’resz zu. Er sagte ich spreche Weise Worte dafür, dass ich ja noch so jung wäre. Auch wieder ein Kompliment, das ich gerne wie einen Schwamm aufgesogen hätte, doch ich spürte, dass sich noch etwas Negatives ereignen würde.

Und tatsächlich wurde es recht heikel, als er mich in die Nähe eines Armani-Troll Dorfes brachte. Eine Weile verbrachte ich zuvor in Gedanken, da die Todesschneise mich immer daran erinnerte, dass mein Vater an der vordersten Front gegen die Geißel verstorben war. Warum musste es auch Krieg in solchen Ausmaßen geben? Konnte man sich nicht einfach in Ruhe lassen, oder gar Streit schlichten? Es war natürlich undenkbar und komplizierter, als es sich anhörte, aber nur wegen diesen Hindernissen verstarb mein geliebter Vater. Wie konnte man mir das nur antun…?

Und nun standen wir hier und beobachteten die Trolle, mit ihrer verwilderten Art, den großen Stoßzähnen und den stierenden Augen. „Ich soll nun meine Loyalität beweisen?“, entgegnete ich dem Großmagister fragend, weil ich zuvor unentschlossen auf seine Frage geantwortet hatte, was ich von den Bündnissen mit den Verlassenen und auch den Trollen halte. Ich sagte, dass ein Bündnis mit anderen Kulturen ein schwieriges Unterfangen darstellen konnte. Einerseits hatte man ein gemeinsames Ziel, aber unterschiedliche Lebensarten und Gewohnheiten könnten den Blick auf jenes gemeinsame Ziel empfindlich stören. Und wenn es auch nur daran scheitern sollte, das man hierdurch Misstrauen gegenseitig schaffte. „Ich will es brennen sehen!“, sprach der Magister mit einem leichten Hauch von Verlangen. Ich verzog die Augenbrauen, denn genau das sagte er, als ich mir die Frage stellte, weshalb man mir meinen Vater nahm. Warum tat mir die Geißel das an? Und in jenem Moment… empfand ich Mitleid mit den Armanitrollen. Wären wir nicht, wie die Geißel, wenn wir sie einfach angriffen, ohne Grund? Einfach nur weil wir dies wollten? Und auch diese Fragen stellte ich meinem Lehrer. Er schien kein Erbarmen zu haben, versuchte mich zur Besinnung zu bringen, in dem er mir wieder ins Gedächtnis führte, dass die Trolle uns hunderte Jahre lang ohne Grund angegriffen und auch kein Erbarmen mit uns hatten.

Und so ging ich widerwillig in den Angriff über: Tötete einen Troll nach dem anderen. Und jeder trug ein unschuldiges Gesicht meines Volkes. Kinder, Frauen und Männer, die bei einem rücksichtlosen Angriff gefallen sind. Und schließlich drang sich mein Lehrer mühelos bis zu ihrem Häuptling vor und tötete ihn mit Skrupellosigkeit. Und hier sah ich ihn…. Vor meinem geistigen Auge…. meinen Vater sterben…. Ich hakte noch einmal nach, ob es das nun gewesen war, das er als richtig empfand? Ob er dass Gerechtigkeit nannte? Aber ich war auch so blind vor Trauer, dass ich in Leichtsinnigkeit alles vermischte…. Magister Zaph’resz war von meinen Worten sichtlich irritiert und wenig begeistert. Betonte die äußerlichen Merkmale der Trolle. Er fragte mich mit einem Blick der nicht begreifen konnte, wie ich es nur schaffte sie als gleichwertig zu betrachten. Ich sah die Trolle, aber aus meinem Gefühl heraus und meiner Sehnsucht nach meinem Vater, stellte ich mir die Schlacht gegen die Geisel vor, mehr wohl die Gefallenen und Tapferen, die gegen die Geißel angetreten waren.

Der Großmagister des Hauses hatte wenig Verständnis dafür und ich konnte es ihm nicht verübeln. Nachdem er mich verlassen hatte mit der eindringlichen Bitte, das Ganze noch einmal zu überdenken, bereute ich meine Aussagen, andererseits war ich auch… zu durcheinander. Meine Nacht war fast schlaflos und ich überlegte bis ich vor Erschöpfung und Traurigkeit einschlief. Bei meinem Lehrer Sympathie zu erregen war offensichtlich gescheitert. Vielleicht würde er mich nun hassen…? Zumindest ließ er einen ähnlichen Satz über den Abend fallen…. Nun, sicherlich würde er mich demnächst schriftlich darüber informieren, dass er nicht weiter als Lehrer einer Verräterin, dienlich sein wollte. Am nächsten Morgen schoss mir nach einer Weile erneut das Thema durch den Kopf und ich begriff, dass die Trolle ein ganz anderer Schlag waren, als die Geißel. Das es mich gestern einfach gepackt hatte, weil ich meinen Vater so sehr vermisse. Doch bei den Trollen war es etwas ganz anderes. Sie griffen immer schon unser Volk an. Als hätten Sie nicht genug Platz auf dieser Welt…. Doch was ich mich eindringlicher fragte war, ob ich noch eine Chance bei meinem jetzigen Lehrer finden würde, oder ob ich die Chance auf einen Platz in seinem Herzen vertan hatte.
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BeitragThema: Ein Beginn unter Herzklopfen (2)   Di März 29, 2011 5:46 am

23.12. - Aufnahme/Reise nach Dalaran
An diesen Abend traf ich erneut auf meinen Lehrer. Ich machte mich darauf gefasst, dass er mir nun höchstpersönlich mitteilen würde, dass er mich nicht mehr als Schülerin unterrichten wollte. So wartete ich mehr unter Sorge, als unter Anspannung auf sein Erscheinen. Doch zitierte er mehr mich zu sich durch mehrfaches Fingerschnippen. Eine arrogante Geste, wie ich finde, aber auch wieder etwas, das seinen Charme ausmacht. Er fragte mich in aller Seelenruhe, ob ich mir noch einmal Gedanken gemacht hatte und ich gab ihm jene Erkenntnis, die ich an jenem Morgen hatte, als Antwort. Er schien zufrieden über meine Vernunft zu sein, die mich wohl wieder wach gerüttelt hatte. Wieder so ein seltsames Gehabe, aber… irgendwie schien er auch sichtlich „beruhigt“ darüber zu sein. Vielleicht… hielt er mich für begabt und wollte eben jene Talente nicht als verloren missen…? Schade eigentlich…. Und erneut fackelte er nicht lange, um mir mitzuteilen was er heute geplant hatte. Es war ein Treffen mit der Fürstin des Hauses Abaeir: Shyntlara Abaeir - höchstpersönlich!

Er schien wirklich auf meine Vernunft zu appellieren, denn er, so erklärte er sich, hielt es für angebracht mich sogleich in das Haus zu integrieren, um die Regelmäßigkeit der Lehrstunden und den einfacheren Zugriff auf mich zu gewährleisten. Verkehrt war die Idee nicht, aber ein wenig,,, eilig. Einem Haus sich anzuschließen, bedeutete auch diese vertreten zu können: Seine Ideale, oder mehr die der Fürstin, die dieses leitete und organisierte. Ich würde mir erst einmal anhören, was die Fürstin des Hauses zu dem Vorschlag des Großmagisters sagen würde, dann konnte ich ja immer noch eine Entscheidung fällen. Und, ja wie gründlich diese Frau war! Aber dazu gleich: Sie war eine seltsame Erscheinung, die mir so unecht vorkam. Schwarzes Haar, welches über die blassen Schultern fiel. Die Augen leuchteten in einem ungewöhnlich starken Fellgrün. Ihr makelloses Gesicht wirkte, als wäre es eine unbrechbare Maske gewesen und ihr Lächeln schien an jener zu reißen. In ihren Augen funkelte Desinteresse bis hin zu Gier, als wäre sie die Puppe dieser Eigenschaften. Die sich als Marionettenspieler manifestiert haben. Vor jener Erscheinung, die in feinste Gewänder gekleidet war, konnte ich kaum reagieren, so hypnotisch wirkte sie. Ich fühlte mich wahrlich wie ein Kind, das den Worten einer Puppe lauschte.
Wer war meine Familie? Auf welche Art von Magie würde ich mich spezialisieren? Welche Tätigkeit ich im Haus verüben wollte? Und weiteres! Ich antwortete Ihr kurz und knapp, anlässlich meiner zusätzlichen Nervosität. Das ich als Kampfmagier in ihrem Haus tätig sein wollte, schien ihr sehr gut zu gefallen. Archäologen hatte sie wohl bereits genug. Auch der Großmagister, welcher sich in vollkommener Etikette vor sie gekniet hatte und ihr danach einen Handkuss schenkte und sich danach wieder erhoben hatte, nickte mehr ihr nach, als aus eigener Meinung heraus. Das hatte schon etwas… Trauriges….

Nun, und als ich gefragt wurde, ob ich auch aus freien Stücken dem Haus beitreten wollte, bejahte ich die Antwort, wie sie für die hohen Tiere nicht selbstverständlicher hätte beantwortet werden können: „Es wäre mir eine große Ehre dem Haus beizutreten und all mein erdenkliches für dieses Haus zu geben“. Im Privaten kann ich es hier ja sagen, das ich es zum Erbrechen finde. Aber ich muss leider zugeben, das man hier nicht viel Wahl hat, als einer stärkeren Persönlichkeiten klein bei zu geben, wie auch immer dies gewünscht wurde. Eigentlich tragen wir in uns alle eine Lebensessenz namens Blut und haben eine Seele. Dies aufgrund von Namen verschiedener Wesen zu trennen finde ich unverständlich, aber unterhalb eines Volkes ist dies auch gut vertreten. Natürlich machte sie mich auf Pflichten und Regeln aufmerksam, die ich zu befolgen hatte. Aber auch das erschien mir logisch, das es selbstredend welche gab.
Nachdem der Eintritt mir von der Fürstin stattgegeben wurde und ich meine Hausuniform erhielt, wandte sich die Fürstin an den Großmagister, mit dem sie wohl etwas zu besprechen hatte. Nun, ich hatte mich schon darauf eingestellt, dass dies der Moment wäre. In dem ich gehen müsste, aber der Großmagister fragte bei der Fürstin nach, ob ich mitkommen könnte. Interessant… seltsam… aber auch… schmeichelhaft…. Sicherlich hatte es andere Beweggründe seinerseits, die umso viel mehr meine Welt der Verliebten neutralisierte- Okay, jetzt habe ich es mir definitiv eingestanden…. Nun, nicht wirklich. Das zu benennen ist… wohlwollend, aber… auch zerbrechlich, sodass ich mich noch nicht wirklich festlegen mag… Ich weiß nicht….

Jedenfalls machte es mir mein verliebtes Herz nicht möglich meine Gedanken im Klaren zu behalten, sodass ich die Kommunikation zwischen beiden nicht wirklich mitbekam. Wir saßen in weichen Kissen vor einem Felkristall. Dieser fand auch schnell Erwähnung, als die Fürstin mich mit einem Mal fragte, ob mein Lehrer mich schon über die Konsequenzen der Felmagie aufgeklärt hatte. Nein, das hatte er noch nicht, aber es war bekannt, das diese süchtig machen konnte und das diese mit Vorsicht zu genießen sei, weil sie einen Ersatz für unseren damals noch reinen Sonnenbrunnen darstellen sollte. Die arkane Magie ist ein Recht das wir nutzen sollten. Wieder fiel dieser Satz und man forderte mich auf von der Magie des Felkristalls etwas zu absorbieren. Langsam und behutsam sollte man hier vorgehen. Und erneut stand mein Lehrer zur Seite, um den Vorgang zu beobachten. Eine Energie strömte in mich hinein, die einen leichter fühlen lies. Meine Mundwinkel hoben sich ganz von allein in die Höhe und ich fühlte mich so unbeschwert. Die Leidenschaft, die ich für meinen Lehrer im Herzen trug, wurden gelindert und machten sie erträglicher, so wie jede Skepsis die ich über dieses haus hatte, ebenso über ihre Fürstin. Es war entspannender als jedes heiße Bad, angenehmer als jeder Sonnenstrahl, der auf die Haut traf und erholsamer gar, wie jeder geruhsame Schlaf der Welt. Der Großmagister stellte sich nun mit einem Mal hinter mich und stützte meinen ausgestreckten Arm gen Felkristall. Mit der anderen Hand umgriff er meine Hüfte und er war mir so nah…. Ein seltsamer Vergleich, wenn ich mir die Situation nüchtern betrachten kann und in Schamesröte hier versinke. Zu jenem Zeitpunkt aber war mein Gefühl zu ihm erleichtert worden. Seine Nähe, die hauchende, aber leicht dröhnende Stimme, die aus seinen Lippen traten, die er in die Nähe meines Ohres positioniert hatte. Und sein Duft…. Es war keiner der Gerüche, die ich sonst gerne in der Nase hatte, aber dennoch ist die Erinnerung an diesen so einzigartig…. Wie so ziemlich alles an ihm…. Wohl oder Übel gestehe ich hier an dieser Stelle, das ich meine umgarnenden Worte irgendwie leicht abstoßend finde. So ziemlich vieles ist gegensätzlich was mit mir und dem Großmagister Zaph’resz zu tun hat. Vor allem unsere Ansichten. Aber ich kann ihn irgendwie verstehen und auch tolerieren, was ich vor ihn… irgendwie nicht in Vollkommenheit vermocht hatte.

Und ehe ich mich versah, stimmten die Fürstin und der Großmagister ein, dass das Absorbieren nun sein Ende nehmen musste. Ich folgte dem, denn alles war mit einem Mal so erleichtert zu betrachten. Ich empfand keinerlei Gefühle mehr, wie Trauer, oder Bedauern. Doch dies geschah in späterer Nacht in ertragbaren Maßen. Es war, als hätte man einen Heißhunger auf Süß überwinden müssen, nur ein wenig harrnäckiger. Das war also jene Sucht, vor der man sich in Acht nehmen sollte. Und ich war dazu entschlossen von Anfang an meine Disziplin und Selbstbeherrschung auf weite Sicht zu schulen.
Jedenfalls verkündete der Großmagister, dass er mit mir eine dreitägige Reise nach Dalaran unternehmen würde. Und so gingen wir alle unsere Wege, ich machte mich Reisefähig und so sollte die Reise beginnen.
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BeitragThema: Ein Beginn unter Herzklopfen (3)   Do März 31, 2011 12:36 pm

25.12. – Reise nach Dalaran und Shattrath
In der Stadt Dalaran angekommen, war ich sogleich von dieser angetan. Sie zeichnete sich mit einer Vielzahl Angehöriger verschiedenster Völker aus. Vom Großmagister wurde sie als „die Stadt“ der Magie beschrieben. Auch die Anordnung der verschiedenen Gebäude war faszinierend. Dies ist eine Stadt, in der ich gerne leben würde. Nun, der Großmagister hat hier auch ein Haus, also kann ich ja mit meinem Geschmack gar nicht so falsch liegen. Na ja, was den Geschmack zum Großmagister an sich hier auch angeht, nun… hier befinden sich mein Herz und mein Verstand noch im Konflikt. Mein Begehren diese Stadt bis auf das kleinste zu erforschen war wahrlich groß. Nun… beim Großmagister war dies nicht der Fall…. Somit zog er sich in ein Gasthaus zurück und ich sah mich alleine um. Schade, gerade weil die Stadt am Abend so voller Lichter war, versprachen diese eine romantische Atmosphäre. Und selbst, wenn sie an der eisigen mauer des Großmagisters abgeprallt wäre, so hätte er mir sicherlich mehr über diese Stadt berichten können. Nachdem ich in aller Sorglosigkeit durch die Stadt spazierte und mir einen genaueren Blick auf die verschiedenen Volksangehörigen verschafft hatte, fiel mein Blick auf einen sehr hohen Turm, in dem ich auch gerne eins, zwei Blicke reingeworfen hätte. Aber fast eine Ewigkeit schien für den Großmagister vergangen zu sein, während er wohl ein Glas nachdem anderen getrunken haben musste. So eilte ich zu dem Gasthaus zurück und dort saß er tatsächlich mit einem Glas Wein in der Hand. Ich fühlte mich währenddessen… so glücklich…. So wie er da saß, nachdem ich die Stadt mir angesehen hatte, sah er einfach nur auf eine gewissen Art und Weise wunderschön aus. Es ist ja nicht so, als wäre er nicht attraktiv, aber schön in dem Sinne war er für meinen Geschmack nicht – aber dennoch empfand ich „ihn“ allumfassend als… schön….

So ging ich mit einem Honigkuchenlächeln auf ihn zu, welcher ihm nicht entgangen war und dies mit einer gehobenen Augenbraue erwiderte. War mein Lächeln denn wirklich so unangebracht? Nun, meine Heiterkeit konnte er mit jener Mimik nicht beirren. Auch meine Stimme schien hell und klar zu sein, als ich in Seeligkeit und Freude über die Stadt munter erzählte. Mir war klar, dass er das alles wohl schon kannte und hier fiel mir ein, dass es vielleicht keine schlechte Idee war, wenn man ihn, ab und an, auf Kleinigkeiten, die einen auch glücklich machen konnten, hinwies. Doch schien er weiterhin unbeteiligt.

Doch dann sagte er etwas, bzw. bot er mir etwas an, womit ich niemals gerechnet hätte. Zu jenem Turm, der in der Stadt thronte würde er mich gerne einladen, da er mir „diesen Ausblick nicht verwehren wollte“.

Diese Worte aus seinem Mund zu hören war für mich einer der fantastischsten Augenblicke, die ich mir nie erträumt hätte. Ich würde mehr… privat mit ihm sein können. Das war einer der größten Ehren, die ich mit ihm haben durfte. Der Turm Dalarans, war mit der violetten Zitadelle, verbunden und ein Portal führte in den Purpursalon, somit also auf die Spitze jenes Turms. Er war fürwahr im Inneren gigantisch und ebenso schön, wie die gesamte Stadt. aber umso schöner war der fantastische Ausblick, den man auf diese hatte. Überall die schönen Gebäude und die herrlichen Lichter, die funkelten, als sähe man von oben auf das Sternezelt hinab. Und dann waren die verschiedenen Leute, die in der Stadt herum liefen und für mich wurde noch mehr klar, dass alle immer irgendwo gleich bleiben. Denn: Wandeln wir nicht alle unter demselben Himmel? Doch so konnte ich natürlich dem Großmagister das nicht erzählen….

Ich weiß schon gar nicht mehr worüber wir alles gesprochen haben, nur über so viel, das der Ausblick wundervoll war und die Lichter mir es sehr angetan hatten. Der Großmagister wusste über die Schönheit der Stadt, aber ich hatte das Gefühl, das er sie nicht spüren, oder sogar leben könne. Sehr gefasst und in Disziplin geübt wirkte er,… wie immer. Dabei waren wir allein…. Ja, wir waren allein und dies fiel mir zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht auf. Während ich mehr, als er, über die funkelnden Lichter philosophierte, schien er mich als eigenartig zu befinden. Ich konnte es ihm auch in jenem Moment nicht übel nehmen. So wie er ist und eben so, wie ich es bin, war es das Natürlichste auf der Welt, das er mich als merkwürdig ansah. Aber das war in Ordnung, denn solange ich mit ihm hier stehen durfte, auch wenn er sich über meine leidenschaftlichen lodernden Flammen der Liebe nicht bewusst war, so war ich einfach froh ihn bei mir zu haben. Leidenschaftliche Flammen der Liebe,… oh weh….
Und aus Heiterkeit, ebenso wie Übermut gab ich ihm seine Einschätzung, als Kompliment an ihn zurück. Ich setzte sogar etwas darauf, aber was will mir nicht mehr so recht einfallen. Ich weiß nur, wie betrübt ich im Nachhinein war. Er wurde plötzlich so still und antwortete mit einem „Soso…“. Ich war mir sicher ihn gekränkt zu haben, als er mit einem Mal sich abwandte mit den Worten, und mein verliebtes Herz mit unerbittlicher Kälte traf: Ich erwarte Euch unten vor dem Turm.“ Starre setzte bei mir ein und mein Blick wandte sich um, während mich ein kurzer Windhauch erfasste und ich bemerken musste, dass der Großmagister auf einmal nicht mehr da war. War er denn so schnell gewesen und hatte das Portal zu den unteren Stockwerken benutzt? Vielleicht war dies auch einfach nur die Tatsache, dass er schnell von hier weg wollte. Ja,… gut gemacht Seartihtiel…. Richtig gut….

Nun, schweren Herzens nahm ich den Weg zu den unteren Stockwerken auf mich um in das Gesicht der Erbarmungslosigkeit entgegen zu treten. Nun, schien er recht gefasst, als er seltsamerweise darüber sprach, dass ich mir den Zauber „Langsamer Fall“ aneignen müsste, um in den Genuss des Adrenalinstoßes zu kommen. Doch bis heute verstehe ich nicht, wie er auf jenes Thema zu sprechen kam. Und während er nun hierüber Erläuterung anstellte, schien ich nicht nur in Traurigkeit abzuschweifen, sondern auch in eine gewisse Rage. Eine eher… zickige Rage. Ich war darüber betrübt ihn gekränkt zu haben und darüber wie er unerbittlich alles neutral hielt, mich sozusagen mit der harten Schale Seinerselbst und mit Absicht strafte. Und selbstredend war ich wütend auf mich, was allerdings meine Antworten begleitete. Er schien es zum Glück nicht bemerkt zu haben.

Wir statteten nun einen Besuch der violetten Festung ab, über die er auch etwas berichten konnte, dass hier Schwerkriminelle eingesperrt waren. Ja…, auch ich fühlte mich zu jenem Zeitpunkt wie eine Gefangene meiner Liebe und er war meine kalten, sowie harten Fessel, die mich nicht gehen lassen wollten. Dabei wollte ich aus dieser gedrückten Stimmung einfach heraus…. Aber ich musste Gute Miene zum Trauerspiel machen. Nun, mein nächster Patzer sollte folgen, in dem ich ihn fragte, was er mir mit jener Information sagen wollte. Er sah mich irritiert an, wieder auch ein wenig ungehalten: „Es ist wissenswert?“ Nun, ich dachte hinter diesen Mauern würde jemand Besonderes hausen, über den er sprechen wollte. Nein, ich irrte mich. Die Situation war einfach nur verschroben…. Ich… Es war einfach nur zum Haare raufen….

Und in der peinlichen Stille, stellte er mich plötzlich die Frage, ob mir die „Astralen“ bekannt waren. Ich entgegnete ihm mit einem Nein. Darauf erklärte er mir gleich, dass dies Kreaturen seien, die als Händler in der Scherbenwelt tätig waren. Sie bestehen aus reiner Energie. Und dann durfte ich bestaunen, wir erregt der Großmagister mit jedem seiner Worte wurde. Er schien gar fasziniert zu sein über jene Welt, wie ich über Dalaran. Ich sah, wie eine Hand seinerseits sich zur Faust ballte und sich mit einem Ruck an mich wandte: „Gehen wir dorthin.“ Wie kam er auf einmal darauf? Er wirkte richtig engagiert, so voller Energie! Überrumpelt wie ich war und der Tatsache, das ich bei ihm bleiben wollte, gerade um ihn nicht mehr verärgern zu wollen, stimmte ich zu. Er erschuf zu Zeit und Ort nun ein Portal, das dorthin führen sollte und ich trat vor ihm durch. Ich hatte ein wenig Bedenken, alleine wegen seiner enthusiastischen Art, die er anhand jener Welt hatte. Ich war auf der anderen Seite natürlich auch aufgeregt. Was machte die Scherbenwelt aus, sodass der Großmagister so reagierte? Aber als ich sie sah, warfen sich mir weitere Fragen auf, darunter: Wie konnte man eine gar so trostlose Welt als schön empfinden.

In einer Art Halle und inmitten dieser schwebte eine leuchtende Gestalt, auf die mich mein Augenmerk sofort aufmerksam machte. Sogleich erläuterte der Großmagister, dass dies ein Naaru war – ein Wesen nur aus Licht bestehend. In seiner Stimme schwang eine leichte Seeligkeit mit, so als würde er auf irgendeine Art und Weise nach jenem Wesen streben. Nach einigen weiteren Erklärungen schritten wir weiter durch jene Welt und kamen in der Stadt Shattrat an. Diese war nicht allzu weit weg und wirkte ebenso trostlos. Alles war in rötlichen Erdfarben gehalten. Die Gebäude schienen strukturiert, aber alles andere war so unauffällig, einfach nicht schön anzusehen.

Der Großmagister wandte sich an mich, das er noch etwas erledigen müsse und ich schon einmal voraus gehen könnte. Dies tat ich auch, während ich noch recht geknickt war. Es gab nicht wirklich viel zu sehen, außer einem Gebäude mit vielen Bücherregalen. Hier fühlte ich mich schon eher hingezogen. Dort nahm ich eins, zwei Bücher in die Hand und betrachtete mir ihren Inhalt. Nun, mehr flogen meine Augen über einzelne Zeilen. Wirklich verinnerlichen konnte ich mir die Worte nicht, denn mir war aufgefallen, das die Luft in jener Welt so reiner schien, als in Silbermond, oder sonst wo. Ich spürte in mir ein leichtes Prickeln. Und da hörte ich wieder die Stimme des Großmagisters. Er hatte sich umgezogen und er sah vertrauter aus. Ein einfaches schwarzes Gewand, welches auch die Farbe Blau hatte. Er sah wie ein ganz normaler Mann aus. Er schien für mich nun erreichbarer zu sein und… er lächelte, wirkte entspannt und freundlich. Dieser Gesichtsausdruck machte mich… glücklich.
So nahm er mich mit zu einem Gasthaus. Zum Nächtigen, versteht sich. Dort war ich immer noch recht in Gedanken versunken. Ich assoziierte sein Lächeln und seine geruhsame Art mit der Felmagie. Ich hatte ja auch meine innerliche Unruhe bemerkt, als ich das erste Mal die Felmagie absorbiert hatte. Man war gereizt, wenn man bemerkte, dass sich die Felmagier im Körper verringert. Und er war eben, gerade jetzt nicht so. War dies ein besonderer Ort, der ähnlich wie Felmagie wirkte? Ich bemerkte ja jenes Prickeln in mir, als ich die Luft bewusst wahrnahm. Und so kamen wir ins Gespräch:

Das Absorbieren der Felmagie. Sie machten mir Angst. Der Großmagister war ganz ruhig und verstand auch meine Bedenken, aber so bat er mich ein anderes Mal das Thema aufzugreifen, da dieses nicht gerne hier gehört wurde. Aber eigentlich wollte ich nicht mehr darüber sprechen…. Zu sehr hatte ich Angst, dass er mich mit seinen Worten beschwichtigen wollte. Dies würde ihm mit Sicherheit gelingen…. Zu angetan war ich von ihm…. Aber es war bereits zu spät, als er mir vor dem Schlafengehen versicherte, das alles seine Richtigkeit hatte. Seine lieben Worte sog ich sofort wieder auf, aber ich zweifelte sie zum ersten Mal an. Ich hatte das Gefühl sie waren Mittel zum Zweck. Für etwas wesentlich Größeres, das mein Denken übersteigt.
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