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 [Lore] Die Blutelfen

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Shyntlara
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Name: Shyntlara Abaeir
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BeitragThema: [Lore] Die Blutelfen   Mi Jan 19, 2011 6:13 am

Allgemeine Informationen:
Auch bekannt als: Sin'dorei

Einzahl: Blutelf, Sin'dorei

Muttersprache: Thalassisch


Die Hochgeborenen:

Die Hochgeborenen gehörten zur höchsten Adelskaste der Nachtelfen vor dem Krieg der Urtume.

Die Mitglieder

Auch wenn es heute noch überlebende Hochgeborene gibt, werden sie in der modernen Nachtelfengesellschaft nicht mehr als Adlige angesehen und praktisch hat die Kaste als solche vor über zehn Jahrtausenden aufgehört zu existieren. Alle Nachtelfen, die zu den Hochgeborenen zählten, sind entweder im Krieg der Urtume gefallen oder wurden inzwischen zu Hochelfen, Blutelfen, Naga oder Satyrn.

Geschichte und Organisation

Zunächst hatte diese Kaste keinen besonderen Namen und bestand lediglich aus Nachtelfen, die über ungewöhnlich viel Intelligenz, Kraft, Geschick oder Reichtum verfügten. Doch im Laufe der Zeit wuchs die Kluft zwischen ihnen und den anderen Nachtelfen, besonders, als diese privilegierten Elfen anfingen zu bestimmen, wer Zugang zum Brunnen der Ewigkeit bekam und wer nicht.

Familien, die zur höchsten Kaste gehörten, arrangierten schon bald Heiraten, um die magischen Fähigkeiten ihrer Nachkommen zu maximieren. Dieses selektive Zuchtprogramm, verbunden mit dem häufigen Zugang zum Brunnen der Ewigkeit, ergab Nachtelfen mit immer stärkeren magischen Fähigkeiten und immer größerem Wissen, wie man diese Talente einsetzen konnte. Zu der Zeit, als Königin Azshara den Thron bestieg, unterschied sich die Oberklasse der Nachtelfen in Aussehen und Benehmen deutlich von den unteren Kasten.

Ihre ungeheure Arroganz, ihr schamloser Reichtum, ihre schreiend bunte Kleidung und ihre dekadenten Gewohnheiten machten sie nicht gerade beliebt bei den anderen Nachtelfen. Diese mächtigen Familien waren nach einiger Zeit fest davon überzeugt, dem Rest ihres Volken überlegen zu sein, und so begannen sie, sich selbst als Hochgeborene zu bezeichnen. Als Mitglied dieser Kaste gefiel der Königin diese Bezeichnung, und sie machte den Namen offiziell.

Während des Kriegs der Urtume wurden viele Hochgeborene von der Brennenden Legion korrumpiert und in Satryn verwandelt. Als der Krieg endete, wurde Kalimdor von der Großen Teilung zerrissen und ein neuer Ozean geboren. Azshara und viele andere Hochgeborene wurden in die Tiefen des Ozeans gerissen, viele verwandelten sich in Naga.

Etliche Hochgeborene sind vor der Teilung aus dem königlichen Palast geflohen und haben sich der Hauptstreitmacht der Nachtelfenverteidiger angeschlossen, auf der Flucht vor der Katastrophe endeten sie auf dem Berg Hyjal. Obwohl die Hochgeborenen erkannten, dass ihre Dummheit der Legion geholfen hatte, stimmten sie der Mehrheit der Nachtelfengesellschaft nicht zu, die beschlossen hatten, dass die arkane Magie zu gefährlich ist. Diese Hochgeborenen wurden schließlich ins Exil geschickt, da sie ihre arkanen Zaubereien nicht aufgeben wollten. Sie sagten sich von ihrem früheren Volk los, gründeten später das Reich Quel'Thalas und nannten sich fortan Hochelfen. Heute gibt es nur noch sehr wenige Hochelfen auf Azeroth, denn die meisten von ihnen, die die Invasion der Geißel in Quel'Thalas überlebten, benannten sich um in Blutelfen.

Trotz ihrer Bessenheit mit dem Brunnen der Ewigkeit lebten nicht alle Hochgeborenen in Zin-Azshari. Für eine Vielfalt an politischen und persönlichen Gründen haben bestimmte Mitglieder des Adels beschlossen außerhalb der Hauptstadt zu wohnen. Zudem haben sich nicht alle Nachtelfen (oder andere Völker Kalimdors) den Hauptstreitkräften der Nachtelfenverteidiger angeschlossen. Diese Verweigerer waren nicht unbedingt gegen die Idee ihre Landsmänner zu unterstützen. Tatsächlich war es wahrscheinlicher, dass diese Zurückhaltung daher kam, dass sie noch nie etwas von den Verteidigungskräften gehört hatten und unwissend der gewaltigen Ausmaße der dämonischen Invasion waren.

Die Shen'dralar gehörten zu diesen Gruppen. Diese Hochgeborenen verteidigten während des Krieges ihre Stadt, Eldre'Thalas, so gut sie konnten. Nach der Teilung blieben die Shen'dralar in ihrer verwüsteten Stadt, die seither als Düsterbruch bekannt ist. In den folgenden Jahren lebten die Hochgeborenen immer abgeschiedener von der restlichen Nachtelfengesellschaft und so blieben ihre gefährlichen Taten vor ihren entfernten Verwandten versteckt. Sie waren niemals aus Kalimdor verbannt worden und die Shen'dralar sind niemals Hochelfen oder Blutelfen geworden.


Die Hochelfen:


Vor langer Zeit erhob sich eine Kaste des Nachtelfenadels über den Rest des Volkes; man kannte sie unter dem Namen Hochgeborene. Ihr rücksichtsloser Missbrauch der Magie in dem königlichen Palast von Zin-Azshari erregte die Aufmerksamkeit von Sargeras, der die arroganten Hochgeborenen mit Leichtigkeit korrumpieren konnte. Dem Willen des mächtigen dunklen Titanen unterworfen, halfen die Hochgeborenen des Palastes der Brennenden Legion bei ihrer Invasion von Azeroth. Zahllose Nachtelfen und andere Geschöpfe starben im daraus resultierenden Krieg der Urtume.

Einige Hochgeborene des Palastes bereuten ihre Wahl, der Legion zu helfen und flohen, angeführt von Dath'Remar Sonnenwanderer, aus Zin-Azshari vor der Teilung. Später erreichten die Spannungen zwischen den Flüchtlingen und den anderen Nachtelfen ihren Höhepunkt, als Dath'Remar und seine Anhänger der arkanen Magie nicht abschwören wollten. Sie waren sich sicher, dass die arkane Magie gefahrlos genutzt werden konnte und waren der Meinung, dass die anderen Nachelfen weder das Recht noch das Wissen hatten das Gegenteil zu behaupten. Dazu verurteilt im Exil zu leben, freuten sich die Hochgeborenen über das Meer nach Lordaeron reisen zu können, wo sie sich eine Heimat aufbauen wollten.

Die Gründung von Quel'Thalas

Mit der Zeit entwickelten die Hochgeborenen markante Unterschiede zu den Nachtelfen. Von dem neuen Brunnen der Ewigkeit getrennt, wurden sie kleiner und ihre Haut verlor den charakteristischen lila Farbton. Außerdem verloren die Elfen ihren Widerstand gegen Verletzungen und Krankheit und wurden sterblich. Viele der Elfen starben durch die Belastungen oder verhungerten während der langen Reise. Zusätzlich waren die Elfen gezwungen aus ihrer ersten Siedlung wieder zu fliehen, da dort ein mysteriöser böser Einfluss viele von ihnen verrückt machte.

Als sie weiter ins Landesinnere vordrangen, begannen sie eine Blutfehde mit den gerissenen Waldtrollen von Zul'Aman, die einen Großteil des Nordens von Lordaeron hielten. Schließlich erreichten die vertriebenen Elfen eine Region deren Wälder sie an ihre ferne Heimat in Kalimdor erinnerte. Sie vertrieben die dort ansässigen Trolle der Amani, gründeten das Königreich von Quel'Thalas und nannten sich fortan Hochelfen. Sie krönten mit Dath'Remar ihren ersten Monarchen.

Trotz der Mühen, die sie erdulden mussten, waren die Hochelfen entschlossen mit ihrer Zauberei fortzufahren, denn sie betrachten die arkanen Mächte als ihr Geburtsrecht. Mit einer Phiole heiligen Wassers, welches sie aus dem ersten Brunnen der Ewigkeit gestohlenen hatten, erschufen sie eine Quelle mystischer Kraft nahe eines mächtigen Weidelandes der Energie in Quel'Thalas. Diesen Brunnen nannten sie Sonnenbrunnen. Obwohl er sehr viel schwächer als der erste Brunnen der Ewigkeit war, stärkte und nährte seine mächtige arkane Magie die Hochelfen.

So wurde die Stadt Silbermond gegründet. Die Macht der Hochelfen wuchs und sie verzauberten den Wald, so dass er in ewigen Frühling tauchte. Von dem Tag an wurden alle Hochelfen von den Energien des Sonnenbrunnens gespeist und sie betrachteten das Wasser des Sonnenbrunnens als heiliges Wasser. Obwohl die meisten Hochelfen keine Zauberer waren, hatten alle Zugang zu der Macht des Brunnens, egal wo sie sich in Azeroth befanden.

Die Magier der Elfen haben monolitische Runensteine an den Grenzen Quel'Thalas' aufgestellt. Diese massiven Steine, versorgten einen magischen Schild, der die elfische Magie vor außerirdischen Bedrohungen und das Land vor einer Invasion schützen sollte, mit Energie. Der hart erkämpfte Frieden in Quel'Thalas sollte für ungefähr viertausend Jahre halten.

Die Trollkriege: Verteidigung von Quel'Thalas


Schon bald merkten die Hochelfen, dass die Trolle sich nicht so schnell geschlagen geben würden. Immerhin hatten die Waldtrolle mehrere Jahrtausende einen Großteil von Lordaeron besetzt, bevor die Hochelfen auf den Kontinent kamen. Fast sofort nachdem die Hochelfen Quel'Thalas gründeten begannen massenhafte Angriffe der Trolle auf die Elfensiedlungen. Die dickköpfigen Elfen waren nicht bereit, ihr neues Land schon wieder aufzugeben. Sie kämpften hart und besiegten schließlich die Trolle.

Der Friede, der nun folgte, dauerte mehrere Jahrtausende. Dann tauchte eine gewaltige Trollarmee auf und belagerte Quel'Thalas. Die Trolle waren wieder zu Kräften gekommen, und sie wollten die elfischen Eindringlinge ein für alle Mal vernichten. Die Trolle waren in der Überzahl.

In seiner Verzweiflung wandte sich König Anasterian Sonnenwanderer an das Menschenreich Arathor. Die Hochelfen boten den Menschen an, einige von ihnen im Gebrauch der Magie zu unterweisen, wenn die Menschen dafür ihren neuen Kräfte zur Verteidigung von Quel'Thalas einsetzen würden. Arathors König Thoradin misstraute der Magie, doch die Hochelfen warnten den König: Wenn Quel'Thalas fiele, würden die Trolle als nächstes mit Sicherheit in den Südlanden einfallen.

Thoradin konnte nicht leugnen, dass die Elfen mit ihrer Warnung Recht hatten. Er nahm ihr Angebot an und schickte seine Armeen an die Front. Zusammen errangen Menschen und Hochelfen schließlich den Sieg über die Trolle, die sich von dieser Niederlage niemals wieder völlig erholen sollten. Als sie sahen, dass Quel'Thalas vor der Vernichtung bewahrt war, leisteten die Elfen dem Reich Arathor und dem Königshaus von Thoradin einen Loyalitäts- und Freundschaftsschwur. Aufgrund der Allianz zwischen Arathor und Quel'Thalas wurde die Zauberernation Dalaran gegründet, wo Menschen und Elfen mehr als zweitausend Jahre lang in Frieden und Eintracht nebeneinander die Magie studierten.

Der Zweite Krieg: Allianz und Sezession

Als die Horde im Zweiten Krieg die Menschen angriff, hatten die Hochelfen eigentlich wenig Interesse, in diesen Konflikt hineingezogen zu werden. Doch sie fühlten sich an ihren Schwur gebunden, die Allianz von Lordaeron zu unterstützen, und besonders ihren Kommandeur, Lord Anduin Lothar, den letzten Nachkommen von König Thoradin. Lothars Familie hatte den Hochelfen in den Trollkriegen zur Seite gestanden, und so schickte König Anasterian widerstrebend einen Trupp Soldaten und Zauberer, die an der Seite der Allianz kämpfen sollte.

Die Horde rekrutierte die Trolle der Amani und kurz darauf steckte die Horde die Grenzgebiete zu Quel'Thalas in Brand und metzelte viele Zivilisten der Hochelfen nieder. Voller Zorn über diese mutwillige Vernichtung von Leben haben sich die Elfen offiziell der Allianz angeschlossen und alle ihre Ressourcen dem Krieg gewidmet.

Mittlerweile wurde die Horde zurückgeschlagen. Die Orcs und Trolle jedoch haben ihr wahres Ziel bereits erreicht: so viele Runensteine des Verteidigungsschildes der Elfen zu stehlen und zu entweihen wie nötig. Der Hexenmeister Gul'dan setzte dann diese entwendeten Steine ein, um seinen verschlagenen Altar der Stürme anzutreiben.

Trotzdem gewann die Allianz letzendlich den Zweiten Krieg und ein Großteil der besiegten Orcs wurden zusammentrieben und in Internierungslager eingeschlossen. In der Zeit nach dem Krieg waren die Kosten für den Wiederaufbau sehr hoch, vor allem, da der Betrieb der Internierungslager finanziert werden musste. Ohne einen gemeinsamen Feind stritten die Nationen der Meschen sich über Gebiete und die Hochelfen zweifelten an dem Wert dieser Allianz. Die Menschheit schien die Hochelfen zu brauchen, sie hatten allerdings keinen Gegenwert zu bieten, da viele der Ressourcen der Allianz in den Betrieb der Internierungslager gesteckt werden musste.

Schließlich sagte sich Anasterian von der Allianz los. Er machte die schwache Führung der Menschen direkt verantwortlich für die niedergebrannten Wälder im Grenzland von Quel'Thalas. König Terenas Menethil hielt dagegen, dass überhaupt nichts in Quel'Thalas überlebt hätte ohne die Hunderte tapferer Menschen, die ihr Leben geopfert hatten, um das Elfenland zu verteidigen. Doch trotz seiner Versucht, wieder diplomatische Beziehungen herzustellen, entschlossen sich die Elfen, sich von der zerbröckelnden Allianz zu lösen. Damit lösten sie zugleich die nachfolgende Trennung von den Reichen Gilneas und Stromgarde aus.

Der Dritte Krieg: Der Verlust des Sonnenbrunnens

Während des Dritten Krieges verwüsteten Prinz Arthas Menethil und die Geißel Quel'Thalas, vernichteten dabei einen Großteil der Bevölkerung und legten in ihrem Streben, den Sonnenbrunnen zu erreichen, erhebliche Teile des mächtigen Königreichs in Schutt und Asche. Doch nicht alle, die vor Arthas fielen blieben tot: der gnadenlose Prinz erhob Quel'Thalas' ersten Verteidiger, Waldläufergeneral Sylvanas Windläufer, zu einer Untoten gegen ihren Willen, um der Geißel als mächtige gequälte Banshee zu dienen.

Als die Untotenarmeen sich dem Sonnenbrunnen näherten hielt ein Hochelf namens Dar'Khan Drathir Arthas an, indem er die Schilde um den Sonnenbrunnen deaktivierte. Dar'Khan verriet die Hochelfen und hoffte dadurch die Gunst des Lichkönigs zu erlangen. Das unmittelbare Ergebnis seines Verats war jedoch eine Explosion, die ihn bewusstlos schlug und einen Großteil der Macht des Sonnenbrunnens zerstreute.

Der Zauberer Borel spührte eine mystische Energie freiwerden und es gelang ihm, einen Teil davon in einer Figur, die als junges menschliches Mädchen namens Anveena verkleidet war, einzuschließen. Ohne Borels Taten bemerkt zu haben, nutzte Arthas die verbliebenen Energien des Sonnenbrunnens, um den Geist von Kel'Thuzad in Form eines schauerlichen Lichs wieder auferstehen zu lassen. Der Sonnenbrunnen blieb besudelt und seiner Energie entzogen zurück.

König Anasterian fiel im Kampf und der einzige Tronerbe, Prinz Kael'thas Sonnenwanderer, war zur Zeit der Invasion in Dalaran beim Studium der Magie. Ohne einen Anführer übernahm Lor'themar Theron, Sylvanas Windläufers rechte Hand, vorübergehend die Führung der Hochelfen.

Die wenigen Hochelfen, die die Invasion der Geißel überlebt hatten, wurden schnell krank und apathisch. Es wurde sehr schnell klar, dass sie süchtig nach den arkanen Energien des Sonnenbrunnens waren. Ständig von der Magie bedeckt zu sein hatte ihr Volk grundlegend geändert und da die Quelle dieser Magie nun nicht mehr existierte, erlitten sie heftige Entzugserscheinungen.

Prinz Kael'thas kehrte in seine Heimat zurück und sammelte die Überlebenden, die er finden konnte: 90% der hinterbliebenen Hochelfen. Er erklärte, dass diese Überlebenden nun einen neuen Namen tragen würden - die Blutelfen -, um die Gefallenen zu ehren. Die Blutelfen betrachten sich selbst nicht mehr als Hochelfen und sie haben andere Ziele und Verhaltensweisen als ihre Hochelfen-Verwandten.

Als Folge dieser Ereignisse gibt es heute nur noch so wenige Hochelfen auf Azeroth, dass man nicht mehr wirklich von einem Volk sprechen kann, außer im rein biologischen Sinne. Hochelfen versammeln sich nirgends in größerer Zahl, noch handeln sie jemals koordiniert als Volk. Sie sind nur noch eine kleine Gruppe von Individuen, die über die ganze Welt verstreut ist, ohne gemeinsames Ziel oder einheitliche Meinung. Man kann von den modernen Hochelfen nicht einmal mehr sagen, sie hätten eine Kultur - nur eine Vergangenheit, ruhmreich und voller Bedauern.

Wie auch die Blutelfen, können die Hochelfen arkane Magie nutzen, allerdings sind viele Hochelfen keine Zauberer. Ob sie nun Magier sind oder nicht, alle Hochelfen leiden an akutem Entzug, wenn sie von den Energien des Sonnenbrunnens abgeschnitten sind. Einige Hochelfen haben den Grund für ihr Leiden erkannt, andere nicht. Der wichtige Unterschied zwischen Hoch- und Blutelfen ist, dass kein Hochelf jemals den tragischen Entschluss gefasst hat, seinen Hunger nach arkaner Magie dadurch zu stillen, dass er diese Magie Gegenständen und anderen Lebewesen entzieht (da der Sonnenbrunnen nun nutzlos ist). Bis heute können Hochelfen der Sucht verfallen und somit zu Blutelfen werden.

Ein Kampf ums Überleben

Bei mehreren Gelegenheiten seit der Entweihung des Sonnenbrunnens hat Kael'thas öffentlich verkündet, sein Volk werde sterben, wenn es keine neue Magiequelle fände. Rein technisch gesehen hat der Prinz da Unrecht. Den Berichten der obersten Priester und Heiler Azeroths zu Folge waren die einzigen Hochelfen, die durch den Verlust des Sonnenbrunnens starben, schon sehr alt oder gebrechlich.

Dermaßen geringe Entzugserscheinungen könnten als Argument dafür dienen, auf die Magie völlig zu verzichten und die Konsequenzen zu ertragen. Man sagt, einige Hochelfen hätten diesen Weg auch wirklich gewählt und durch reine Willenskraft durchstanden. So unerfreulich der Vorgang auch war, sie haben ihn überlebt. Offenbar gibt es auch gewisse magische Artefakte, die diese Entzugserscheinungen lindern oder - bei ausreichender Macht - sogar völlig unterdrücken können.

Das bedeutet aber nicht, dass der Entzug der Magie den Blutelfen nicht schadete. Im Gegenteil, wenn man von den Beobachtungen in der Vergangenheit ausgeht, ist ein gewisses Ausmaß an dauerhaften geistigen und körperlichen Schäden möglich.

Eine Handvoll Hochelfen hat sich in den letzten Jahren der Allianz angeschlossen, doch generell bleibt die Allianz den Hochelfen gegenüber bis heute eher misstrauisch. Die Sezession der Hochelfen von der Allianz während des Zweiten Krieges hat bittere Erinnerungen zurückgelassen. Außerdem sahen es die Nachtelfen, die während des Dritten Krieges zur Allianz stießen, es als ihre Pflicht an, ihre neuen Alliierten vor den Hochelfen zu warnen. Die zentrale Rolle, die die Hochgeborenen beim Ausbruch des Krieges der Ahnen gespielt hatten, bildet in der Erzählung der Nachtelfen einen wesentlichen Teil der Hochelfengeschichte.


Die Blutelfen:


Die Hochelfen sagten sich nach dem Zweiten Krieg von der Allianz los, und ihre Abspaltung löste den weiteren Zerfall der ohnehin brüchigen Allianz aus. Während des Dritten Kriegs nahm die Allianz die Nachtelfen als Verbündete auf, die es als ihre Pflicht ansahen, ihre neuen Alliierten vor den Hochelfen zu warnen. Die zentrale Rolle, die die Hochgeborenen beim Ausbruch des Krieges der Urtume gespielt hatten, bildete in der Erzählung der Nachtelfen einen wesentlichen Teil der Hochelfengeschichte. Daher ist es wenig verwunderlich, dass die Menschen inzwischen den Hochelfen (und den Blutelfen, die sie mit ihnen in einen Topf werfen) mit Misstrauen und Feindseligkeit begegnen.

Unter der Führung von Arthas Menethil fiel die Geißel vor kurzem in das Königreich Quel'Thalas ein und schuf den Lich Kel'Thuzad, sie verunreinigte den Sonnenbrunnen und entzog ihm dabei seine gesamte Energie. Ein Großteil aller Hochelfen wurde von den untoten Scharen niedergemetzelt und Sylvanas Windläufers rechte Hand, Lor'themar Theron, übernahm vorübergehend die Herrschaft über die Hochelfen. Die wenigen Hochelfen, die die Invasion der Geißel überlebt hatten, überkam schnell Krankheit und sie wurden teilnahmslos.

Prinz Kael'thas Sonnenwanderer war der letzte Überlebende des Königshauses und ein Mitglied der Kirin Tor. Zur Zeit der Invasion der Geißel betrieb er seine magischen Studien in Dalaran. Als er von der Katastrophe hörte, eilte er nach Quel'Thalas und fand sein Heimatland in Ruinen. Er erkannte, dass die Überlebenden der Elfen alle von derselben Art von Krankheit und Lethargie betroffen waren, die mit dem Erlöschen der magischen Energien des Sonnenbrunnens begonnen hatte. Fest entschlossen zu retten, was noch zu retten war, sammelte Kael'thas die Überlebenden und nannte sie Sin'dorei oder "Volk der Blutslinie", zu Ehren ihrer Gefallenen.

Reise zur Scherbenwelt

Die Blutelfen, die nicht so stark von der Krankheit getroffen waren, einschließlich Kael'thas, trachteten nach Rache und brachen aus ihrem verwüsteten Land auf, sich dem Feldzug gegen die Geißel in Lordaeron anzuschließen. In Abwesenheit des Prinzen wurde Lor'themar zum Herrscher von Quel'Thalas ernannt und Halduron Wolkenglanz wurde Waldläufergeneral von Silbermond. Bis heute ist Lor'themar der Anführer der Blutelfen Azeroths. Er und Halduron sichern das Land, während sie nach einem Heilmittel für den scheinbar unstillbaren Hunger ihres Volkes suchen.

Kael'thas und sein angeschlagenes Volk boten den Widerstandstruppen der Allianz an, mit ihnen gemeinsam gegen die Geißel zu kämpfen. Sie wurden jedoch nur mit Argwohn und offener Feindseligkeit begrüßt, vor allem von einem voreingenommenen Menschen, dem Großmarschall Garithos. Garithos beauftragte die Blutelfen mit immer härteren Missionen, bis Kael'thas gezwungen war, die Hilfe von Lady Vashj und ihrer Naga anzunehmen. Als Garithos erkannte, dass die Blutelfen mit den Naga zusammen arbeiteten, fühlte er sich in seinem Misstrauen bestätigt. Er nam die unglücklichen Soldaten der Blutelfen im Verlies von Dalaran gefangen und verurteilte sie zum Tode.

Glücklicherweise könnte Vashj die Blutelfen, die mittlerweise furchtbar unter ihrem Hunger nach Magie litten, rechtzeitig befreien. Vashj erklärte, dass auch die Naga abhängig von der Magie sind und dass Illidan den Blutelfen helfen könnte. Sie führte sie zum Portal, welches Kel'Thuzad im Dritten Krieg geöffnet hatte, um Archimonde den Weg nach Azeroth zu ermöglichen. Ohne bessere Optionen zur Wahl, folgten Kael'thas und seine Kämpfer den Naga durch das Portal in die verwüsteten Länder der Scherbenwelt. Dort angekommen befreiten die Elfen den abtrünnigen Dämon Illidan Sturmgrimm, der Gefangener von Aufseherin Maiev Schattensang war.

Nach der Rettung flehte Kael'thas Illidan an, ihm ein Heilmittel für die Magiesucht der Blutelfen zu beschaffen. Illidan hatte allerdings einen anderen Vorschlag: Im Austausch für die Treue der Blutelfen würde er ihnen beibringen, die Magie von anderen mächtigen Quellen zu ziehen, unter anderem von den Dämonen. Dies war ein Angebot, bei dem Kael'thas fühlte, dass er es annehmen sollte. Er war sich sicher, dass sein Volk sterben würde, wenn er kein Heilmittel oder eine neue Quelle der Magie finden würde. Kael'thas schwor Illidan seine Treue und dieser brachte darauf mehreren Blutelfen die versprochenen Verfahren bei. Diese Lehren verbreiteten sich auch bei den anderen Blutelfen der Scherbenwelt, die ihren schmerzhaften Hunger nach arkaner Magie stillen konnten.

Wiederaufbau

Von ihrer schnellen Genesung angespornt, entschlossen sich die meisten von Kael'thas Gruppe in der Scherbenwelt zu bleiben und ihre Studien dort fortzusetzen. Der Großmeister Rommath wurde mit der Nachricht der Hoffnung zurück nach Azeroth zu den Blutelfen in Quel'Thalas geschickt. Er erzählte von dem glorreichen versprochenen Land und gab die Lehren Illidans weiter. Lehren, die Rommoth Prinz Kael'thas zuschrieb und somit die Auffassung begann, Kael'thas würde eines Tages zurückkehren und sein Volk ins Paradis führen.

Rommath blieb in Quel'Thalas und half, es wieder aufzubauen und auf die Rückkehr des Prinzen vorzubereiten. Dank Rommath lernten die Blutelfen Azeroths, wie die arkane Magie gewonnen werden konnte, um ihre Sucht zu nähren. Ihre Gesundheit kehrte zurück und sie lobpriesen den Prinzen in seiner Abwesenheit und widmeten sich ganz dem Studium. Rommath und der neue Orden elfischer Magier machten große Fortschritte, ihren Brüdern die Manipulation der arkanen Energien zu lehren. Schon sehr bald ragten die Türme Silbermonds in den Himmel, angetrieben von flüchtiger Magie. Die Blutelfen haben sogar einige Gebiete der Immersangwälder wieder zurückgeholt. Von dem Versprechen auf die Rückkehr Kael'thas angespornt, konzentrierten sich das müde Volk darauf ihre Stärke zurück zu gewinnen und einen neuen Weg in eine ungewisse Zukunft zu finden.

Die Sucht und ihre Folgen

Die Blutelfen bezeichnen sich nicht mehr wahrhaft als Hochelfen. Sie haben andere Prioritäten und Verhalten als ihre Verwandten. Im Gegensatz zu den Hochelfen haben die Blutelfen sich dazu entschlossen, in Abwesenheit des Sonnenbrunnens ihren Hunger für arkane Magie zu stillen, indem sie diese Magie von anderen Quellen beziehen.

Dennoch gibt es einige grundlegende Ähnlichkeiten zwischen Blutelfen und Hochelfen, denn beide Gruppen gehören demselben Volk an. Wie bei den Hochelfen sind die meisten Blutelfen keine Magier. Blutelfen nutzen die Magie nicht, um zu zaubern, sie wollen damit nur ihre Sucht nach arkaner Magie stillen. Die Magie regelmäßig zu erlangen, hat den Blutelfen nicht die Unsterblichkeit beschert; sie sind anfällig für Krankheiten, Verletzungen und Alter wie ihre Hochelfenbrüder. Bis heute gibt es keine bedeutenden Unterschiede zwischen der Lebensdauer von Blutelfen und Hochelfen.

Nach der Verschmutzung des Sonnenbrunnens hat Kael'thas zu mehreren Anlässen öffentlich beteuert, sein Volk werde sterben, wenn keine neue Quelle der Magie gefunden würde. Zweifellos ist der Entzug nach einer längeren Gewöhnung an die arkane Magie ein sehr unangenehmer Vorgang: bis heute ist es nicht unmöglich, dass sich ein Hochelf dazu entschließt sich dieser Sucht hinzugeben und ein Blutelf zu werden. Gründsätzlich hat sich der Prinz allerdings geirrt. Gemäß den höchsten Priestern und Heilern in Azeroth waren die einzigen Hochelfen, die aufgrund des zerstörten Sonnenbrunnens gestorben waren, die sehr alten, die sehr jungen und diejenigen, die eher kränklich waren.

Dies bedeutet nicht, dass der Entzug von der Magie die Blutelfen unbeschädigt lassen würde. Im Gegenteil, ständige mentaler und physischer Schaden ist möglich.

Dennoch war das sehr schnelle Ergreifen der düsteren Methoden (zum Beispiel das Gewinnen der Magie von Dämonen) keinesfalls charakteristisch für Blutelfen im Allgemeinen. Blutelfen der Scherbenwelt haben nun Kael'thas Abmachung mit Illidan aufgedeckt und haben zum größten Teil seine Notwendigkeit eingesehen. Die meisten Blutelfen leben allerdings noch in Azeroth. Nur wenige dieser Elfen wissen von Kael'thas' Bündnis mit Illidan und viele wären entsetzt, wenn sie es entdecken würden. Magie von kleinem manatragenden Ungeziefer zu ziehen ist immerhin sehr weit entfernt davon, die Magie von Dämonen zu gewinnen. Dennoch, je mehr ihr Hunger wächst, desto mehr gewöhnen sich die Blutelfen, vor allem die der Scherbenwelt, an die Dinge, die sie tun müssen, um noch mehr Magie zu beschaffen.

Blutelfen und die Horde

Zirka 85% der Blutelfen befinden sich noch in Azeroth und nicht in der Scherbenwelt. Die meisten Blutelfen Azeroths leben in Quel'Thalas. Die Weltenwanderer zum Beispiel, eine kleine, aber elitäre Gruppe von Blutelfen-Waldläufern, kämpfen, um die letzten der Geißel aus Quel'Thalas zu vertreiben.

Im Allgemeinen haben die Blutelfen einen negativen Eindruck von der Horde. Die Feindseligkeit der Blutelfen gegenüber den Trollen etwa ist seit der Gründung von Quel'Thalas bestens dokumentiert, und diese Feindschaft wurde in den Trollkriegen nochmals untermauert. Auch für die Orcs haben die Weltenwanderer nicht viel übrig, denn es waren Orctruppen, die im Zweiten Krieg die Grenzlande von Quel'Thalas überfielen, verwüsteten und niederbrannten. Gegen die Tauren haben die Weltenwanderer eigentlich nichts, sehen sie aber meist als ungeschlachte tierische Monster an.

Doch die Blutelfen haben inzwischen gute Beziehungen zu den Verlassenen, was sie größtenteils Königin Sylvanas Windläufer verdanken, die einst eine Hochelfe war und den Rang eines Waldläufer-Generals von Silbermond innehatte, bevor Arthas sie gegen ihren Willen in eine Untote verwandelte. Die Königin behauptet, sie fühle sich immer noch als eine der glühendsten Verteidigerinnen von Quel'Thalas. Sie hat wiederholt ihre Hilfe in Form von Nachschub und Truppen angeboten.

Bislang haben die Blutelfen, die offenbar eine Falle fürchten, die meisten ihrer Offerten ausgeschlagen, insbesonders solche, bei denen Soldaten der Verlassenen in Blutelfengebieten stationiert worden wären. Doch es ist den eingekesselten Elfen schmerzlich bewusst, dass sie der Geißel zahlenmäßig erheblich unterlegen sind, und dass offenbar niemand sonst für das kämpfen will, was von Quel'Thalas noch übrig ist.

Besonders die Allianz hat keinerlei Interesse daran gezeigt, den Blutelfen in Azeroth zu helfen, weder dabei, zur Scherbenwelt zu gelangen, noch bei der Vertreibung der Geißel aus Quel'Thalas. Die Allianz, die schon den paar verstreuten Hochelfen, die es noch gibt, mit Misstrauen begegnet, hält die Blutelfen für noch weniger vertrauenswürdig. Besonders die Nachtelfen stehen den Blutelfen feindselig gegenüber, denn für die Nachtelfen stinken die Sin'dorei nach Verzweiflung und arkaner Magie.

Angesichts der prekären Lage, in der sich die Blutelfen in Azeroth befinden, wird es immer wahrscheinlicher, dass sie in absehbarer Zeit ein Zweckbündnis mit der Horde eingehen werden.


Quelle:
http://www.wow-europe.com/de/
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BeitragThema: Re: [Lore] Die Blutelfen   Mi Jan 19, 2011 6:13 am

Der Fall von Quel'thalas
Arthas: Aufstieg des Lichkönigs, S. 240 ff.



Arthas' Annäherung an Quel'Thalas war natürlich bemerkt worden. Die Elfen hatten schon immer gute Kundschafter besessen.
[...]
« Es stimmt », keuchte der Kundschafter. « Alles. » Sylvanas Windläufer, Waldläufergeneral von Silbermond, kannte diesen Elfen gut. Kelmarins Informationen waren stets präzise und detailliert. Sie hörte zu, konnte ihm jedoch nicht glauben - weil sie es nicht glauben wollte. Sie hatten natürlich alle die Gerüchte gehört. Dass eine Art Seuche begonnen hatte, sich über die Länder der Menschen auszubreiten. Doch die Quel'dorei hatten sich in ihrer Heimat in Sicherheit gewähnt. Sie hatten über Jahrhunderte Angriffen von Drachen, Orcs und Trollen standgehalten und hofften deshalb, dass die Vorkommnisse in den Ländern der Menschen sie nicht betreffen würden.
[...]
Die Wälder, die erste Verteidigungslinie des Landes, fielen unter den merkwürdigen Kriegsmaschinen, die dieses monströse Heer mitgebracht hatte. Sylvanas dachte an die roten Drachen zurück, die vor nicht allzu langer Zeit das Holz entflammt hatten. Dabei hatten die Wälder schrecklich gelitten. So wie sie nun litten...
[...]
« Wir sind die Quel'dorei », zischte sie und richtete sich auf. « Unser Land ist uneinnehmbar. Er wird hier nicht hereinkommen. Hab keine Furcht. Dazu müsste er zuerst einmal wissen, wie genau er die Zauber brechen muss, die Quel'Thalas schützen. »
[...]
« Ruft die ersten Truppen zusammen. Wenn Kelmarin recht hat, sollten wir einen Präventivschlag führen. »
Sylvanas lag oben auf dem grossen Tor, das ihr Land zusammen mit dem schroffen Bergring schützte. Sie trug eine vollständige, aber bequeme Lederrüstung, und den Bogen hatte sie geschultert. Sie, sowie Sheldaris und Vor'athil, die beiden anderen Kundschafter, die vorausgeeilt waren und darauf gewartet hatten, dass sie mit der Hauptmacht der Waldläufer nachkam, tauschten entsetzte Blicke.
[...]
Sylvanas spürte, wie ihr die Galle hochkam, als ihr Blick über die Schar verfaulender Leichen glitt. Im Stillen war sie dankbar, dass der Wind sich gedreht hatte und nun den Gestank entführte. Mit Gebärden übermittelte sie ihren Plan. Ihre langen Finger bewegten sich schnell, und die Kundschafter nickten. Sie verschwanden leise wie Schatten.
[...]
Sylvanas hätte ihre Feinde am liebsten mit einem schnellen Angriff überrascht, doch die Ehre verbot es ihr. Niemand sollte später behaupten können, dass Waldläufergeneral Sylvanas Windläufer ihre Heimat hinterhältig verteidigt hatte.
« Für Quel'Thalas », flüsterte sie und stand dann auf. « Ihr seid hier nicht willkommen! », rief sie. Ihre Stimme war klar, melodisch und stark.
[...]
« Ich, Sylvanas Windläufer, Waldläufergeneral von Silbermond, befehle Euch, sofort umzukehren. »
[...]
« Der Tod ist ist in Euer Land gekommen. » Ihre blauen Augen zogen sich zusammen. « Dann tut Euer Schlimmstes », forderte sie ihn heraus. « Das Elfentor zum inneren Königreich wird von unseren mächtigsten Zaubern beschützt. Ihr kommt hier nicht vorbei. » Sie legte einen Pfeil auf den Bogen auf - das Zeichen zum Angriff. Einen Augenblick später war die Luft plötzlich vom Zischen Dutzender Geschosse erfüllt.
[...]
Die Bogenschützen hatten ihre Anweisungen - tötet zuerst die Lebenden, dann entzündet die Toten mit Brandpfeilen. Die erste Wucht an Pfeilen traf beinahe jeden Einzelnen der Kultisten. Die zweite Welle liess Dutzende wandelnde Leichen in Flammen aufgehen.
[...]
Doch das hielt die untote Flut nicht auf. Sie rückte immer weiter nach oben vor, auf die Waldläufer zu, die nun mit Schwertern statt Pfeilen kämpfen mussten. Die Elfen waren auch im Nahkampf geübte Krieger. Allerdings nur gegen Feinde, die durch den Verlust von Blut oder Gliedmassen gestoppt oder zumindest beeinträchtigt werden konnten. Aber gegen diese...
[...]
Sylvanas legte Pfeile auf und feuerte immer wieder, fast schon schneller als sie denken konnte.
[...]
Die Kultisten bewegten sich. Unzählige Pfeile ragten aus den Leichen hervor. Manchmal stecken über ein Dutzend der bunt gefiederten Geschosse in einem einzigen Körper - und dennoch bewegten sie sich. « Nein », flüsterte sie und fühlte sich schlecht.
[...]
Sylvanas' Angriff hatte Arthas nichts gekostet. Jeder getötete Elf war durch schwarze Magie neu belebt worden. Arthas bemerkte ihr Begreifen, sah die Wut in ihren Augen, und das Lächeln wurde zum Gelächter.
[...]
Arthas erweckte die Leichen der gefallenen Elfen nicht nur. Er schleuderte ihre Körper - oder Teile davon - auch auf Sylvanas zurück. Sylvanas schluckte schwer, dann gab sie einen Befehl, den sie noch vor wenigen Augenblicken niemals geglaubt hätte, ihn jemals geben zu müssen. « Shindu fallah na! Lasst euch zum zweiten Tor zurückfallen! Zurückfallen lassen! » Wer noch übriggeblieben war - es waren erbärmlich wenige, die zumindest noch lebten und unter ihrem Kommando kämpften - gehorchte sofort. Die Elfen sammelten die Verwundeten ein und warfen sie sich über die Schultern. Ihre Gesichter waren bleich und schweissüberströmt und von dem Schreck ebenso gezeichnet wie auch Sylvanas selbst. Sie flohen. Es gab kein anderes Wort dafür. Es geschah nicht geordnet oder geplant. War kein taktischer Rückzug, sondern eine wilde Flucht. Sylvanas rannte mit dem Rest von ihnen davon und barg die Verwundeten, so gut es ging. Hinter sich hörte sie den einst unvorstellbaren Klang der aufbrechenden Tore und das Gebrüll der Untoten, als sie ihren Sieg hinausschrien. Ihr eigenes Herz schien vor Schmerz zu zerspringen.
[...]
« Tel'kor », rief Sylvanas. « Lauf zum Sonnenbrunnenplateau. Berichte, was hier geschehen ist. Sag ihnen - dass sie sich vorbereiten sollen. Sagt ihnen - dass wir vielleicht verraten wurden. »
[...]
Wie die Schleimspur einer Schnecke, wie eine Furche, die ein Pflug hinterliess, wurde das Land überall dort, wohin die Untoten ihren Fuss gesetzt hatten, schwarz und unfruchtbar. Schlimmer noch: Sylvanas erinnerte sich an den brennenden Wald, den die Orcs hinterlassen hatten, und wusste, dass die Natur sich schliesslich erholen würde. Aber dies hier war eine schreckliche schwarze Linie des Todes. Als wenn die unnatürlichen Energien, die Arthas nutzte, um die Untoten voranzutreiben, die Erde selbst töten würden, auf der sie wandelten. Sie waren wie Gift, es war schwarze Magie der schlimmsten Art.
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Der Gestank eilte der Armee voraus, doch Sylvanas und ihre Waldläufer hatten sich inzwischen auf schreckliche Weise daran gewöhnt. Er störte sie nicht mehr so, wie er es ursprünglich getan hatte.
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« Ihr seid durch dieses eine Tor gekommen, Schlächter. Doch Ihr werdet nicht durch das zweite gelangen. Die inneren Tore nach Silbermond können nur mit einem speziellen Schlüssel geöffnet werden, und der wird Euch niemals gehören! »
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« Ihr denkt, ich laufe vor Euch weg? Offensichtlich habt Ihr noch nie gegen Elfen gekämpft. » Einige Dinge, überlegte sie, waren wunderbar simpel. Sylvanas hob die Hand und warf den extrem unmagischen, aber überaus praktischen Brandsatz. Dann wandte sie sich um, während die Brücke explodierte. Die Bäume nahmen sie auf, umgaben sie mit ihrem leuchtenden Gold und Silber und verbargen sie vor den Augen des Feindes.
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Der Verräter, ein Zauberer namens Dar'Khan Drathir, hätte die Dinge vereinfachen sollen. Ansonsten hätte Arthas niemals von dem Schlüssel der drei Monde erfahren, einem magischen Gegenstand, der in drei einzelne Mondkristalle zerteilt worden war. Sie ruhten in schwer bewachten Verstecken, die über Quel'Thalas verstreut lagen. Jeder Tempel war auf dem Schnittpunkt von Leylinien errichtet, ähnlich wie der Sonnenbrunnen selbst. Die Leylinien waren wie die Blutadern der Erde. Nur transportierten sie statt des roten Saftes Magie. Derart verbunden, erschufen die Kristalle ein Energiefeld, das als Ban'dinoriel - Torwächter - bekannt war. Arthas musste nur diese Orte finden, An'telas, An'daroth und An'owyn, die Wachen töten und die Mondkristalle in seinen Besitz bringen. Doch die bei aller Anmut überraschend kampferprobten Elfen stellten eine Herausforderung dar. Arthas sass auf Invincible, fingerte untätig an Frostgram und überlegte, wie es möglich war, dass eine derart zerbrechlich wirkende Rasse sich seiner Armee entgegenstellen konnte.
[...]
Einige der Untoten waren danach nicht mehr zu gebrauchen. Die Knochen in ihren Körpern waren zermalmt, ihre Gliedmassen zerfetzt, hatten jeden Zusammenhalt verloren. Diese Toten liess Arthas fast schon sanft aus der Kontrolle und gewährte ihnen den endgültigen Tod. Der letzte Nutzen, den sie für ihn hatten, bestand darin, dass ihr verwesendes Fleisch das Flusswasser verseuchen würde - eine zusätzliche Waffe.
[...]
Arthas war aus einem Grund hier, und der lautete, Quel'Thalas und seine Bevölkerung auszulöschen. Hätte sie sich ihm nicht entgegengestellt, hätte er davon abgesehen. Ihre scharfe Zunge und ihr aufsässiges Gehabe hatten den Untergang ihres Volkes besiegelt, nicht er.
[...]
Die Waldläufer hatten sich nach Morgenluft zurückgezogen. Nachdem der Schock vorbei war, taten die Bürger alles, was in ihrer Macht stand, um zu helfen. Das reichte vom Versorgen der Verwundeten bis hin zur Ausstattung mit Waffen und was sie sonst noch tun konnten. Sylvanas befahl denen, die nicht kämpfen konnten, sich so schnell wie möglich nach Silbermond zu retten. « Nimm nichts mit », sagte sie einer Frau, die nickte und dennoch eine Treppe ersteigen wollte. « Aber unsere Räume oben haben... » Sylvanas wirbelte herum, ihre Augen glühten. « Hast du nicht verstanden? Die Toten kommen! Sie werden nicht müde, sie werden nicht langsamer, sie nehmen unsere Gefallenen und verleiben sie ihrer Armee ein. Nimm deine Familie und geh! »
[...]
Sylvanas warf einen abschätzenden Blick über die Verwundeten. Keiner von ihnen durfte hierbleiben. Auch sie mussten nach Silbermond gebracht werden. Von den Gesunden, so wenige es auch sein mochten, musste sie noch mehr verlangen. Vielleicht alles, was sie geben konnten. Sie alle hatten, wie Sylvanas selbst auch, geschworen ihr Volk zu verteidigen.
[...]
Während die Waldläufer auf den Turm zumarschierten, der ihre Bastion bilden sollte, stank, die Luft, die einst so rein und frisch gewesen war, nach der kranken Fäulnis. Über ihnen flogen Bogenschützen auf Drachenfalken. Die grossen Tiere, golden und rot, zerrten mit ihren schlangenartigen Hälsen bekümmert an den Zügeln. Auch sie rochen den Tod, und es störte sie. Niemals waren diese schönen Tiere in so einem entsetzlichen Gefecht eingesetzt worden. Einer der Reiter gab Sylvanas ein Zeichen und sie signalisierte zurück.
[...]
« Auf die Positionen. Beeilung. » Wie eine gut geölte Gnomenmaschine gehorchten die Elfen. Ein Trupp Bogenschützen und ein paar Nahkämpfer eilten ebenfalls voraus, sie bildeten die erste Verteidigungslinie. Ihre besten Bogenschützen liefen die Wendeltreppe des Turms hinau. der Rest verteilte sich am Fuss des Gebäudes.
[...]
Sie brechen durch....
[...]
« Zum Angriff! Für Quel'Thalas! » Sie würden die Untoten nicht aufhalten können. In Wahrheit hatte sie das auch gar nicht erwartet. Am Ausdruck auf den grimmigen, blutigen Gesichtern um sie herum erkannte Sylvanas, dass ihre Waldläufer das genauso gut wussten wie sie selbst. Schweiss lief über ihr Gesicht. Ihre Muskeln schmerzten vor Erschöpfung, und immer noch kämpfte Sylvanas Windläufer. Sie feuerte, legte einen Pfeil nach und feuerte erneut. Das alles geschah so schnell, dass ihre Hände fast vor ihren Augen verschwammen. Als die Untoten und Monster zu nah herankamen, warf sie den Bogen weg und zog Kurzschwert und Dolch. Sie wirbelte herum, stach zu und schrie, während sie kämpfte.
[...]
Immer noch kämpfte Sylvanas wie ein wilder Luchs in den Immersangwäldern. Sie wandelte ihren Schmerz und ihre Entrüsung in Kampfesgeist um. Sie würde so viele Feinde mitnehmen, wie sie konnte, bevor sie fiel.
Sie brechen durch...
[...]
Arthas hob das leuchtende Runenschwert zu einer förmlichen Geste. « Ich schätze Euren Mut, Elfe, doch die Jagd ist vorbei. » Seltsamerweise klang das wie ein Kompliment. Sylvanas schluckte, ihr Mund war knochentrocken. Sie umfasste ihre Waffe fester. « Dann sollten wir es hier beenden, Schlächter, Anar'alah belore. » Seine grauen Lippen verzogen sich. « Wie Ihr wünscht, Waldläufergeneral. »
[...]
« Eine Banshee », sagte er. « Das habe ich aus Euch gemacht. Ihr könnt Eure Qualen herausschreien, Sylvanas, so viel erlaube ich Euch. Das ist mehr, als die anderen bekommen haben. Doch damit sollt Ihr anderen Schmerz zufügen. Von nun an, Ihr lästige Waldläuferin, sollt Ihr mir dienen. »
[...]
« Eure Waldläufer dienen mir ebenfalls », sagte er. « Sie sind jetzt in meiner Armee. »
[...]
« Bürger von Silbermond! Ihr hattet ausreichend Gelegenheit, euch zu ergeben. Doch ihr habt abgelehnt. Wisset, dass heute euer ganzes Volk und euer altes Erbe enden werden. Der Tod selbst ist gekommen, um das hohe Heim der Elfen zu fordern! » Sie, Waldläufergeneral Sylvanas Windläufer, wurde vor ihrem Volk als Beispiel vorgeführt, was geschehen würde, wenn man sich nicht ergab. Doch die Elfen taten es nicht, und Sylvanas liebte sie innig dafür, selbst als sie zum Dienst für ihren dunklen Herrn gezwungen wurde. Und so fiel sie, die leuchtende, schöne Stadt der Magie, ihr Ruhm wurde zerstört und zu Geröll reduziert, als die Armee der Untoten weiter vorrückte. Wie zuvor, belebte Arthas die Gefallenen, damit sie ihm dienten. Hätte Sylvanas immer noch ein Herz besessen, wäre es spätestens beim Anblick von so vielen Freunden und geliebten Elfen gebrochen, die schliesslich hirnlos und gehorsam neben ihr hertrotteten.
[...]
Sylvanas hatte gehofft, dass der Kanal zwischen Silbermond und Quel'Danas eine unüberwindliche Barriere bilden würde, und einen Augenblick lang schien sich diese Hoffnung zu erfüllen.
[...]
Arthas hatte ihr das Leben genommen. Er nahm ihr das geliebte Quel'Thalas und Silbermond, und er nahm Sylvanas ihren König, bevor er seine letzte Schandtat ausführte. Sie hatten auf Quel'Danas widerstanden, hatten alles aufgeboten was sie hatten. Als Anasterian vor Arthas erschien, hatte seine Magie die eisige Brücke des Todesritters schwer beschädigt. Doch Arthas erholte sich. Er runzelte die Stirn, seine Augen leuchteten, er zog Frostgram und schlug damit auf den Elfenkönig ein. Obwohl sie verzweifelt hoffte, dass Anasterian Arthas besiegen würde, wusste Sylvanas, dass er es nicht tun würde. Drei Jahrtausende lasteten auf seinen Schultern, seine Haare, die fast bis zu den Füssen reichten, waren weiss vom Alter. Einst war er ein mächtiger Kämpfer gewesen, und immer noch war er ein mächtiger Magier. Doch ihre neue, geisterhafte Sicht offenbarte ihr eine Schwäche an ihm, die sie zuvor nie bemerkt hatte. Immer noch stand er da, mit seiner alten Waffe, Felo'melorn, Flammenstoss, in einer Hand, in der anderen einen Stab mit einem mächtigen glitzernden Kristall an der Spitze. Arthas griff an, doch Anasterian stand plötzlich nicht mehr vor dem heranstürmenden Pferd. Irgendwie, schneller, als dass Sylvanas es erkennen konnte, niete er auf einmal, führte Felo'melorn in einem sauberen horizontalen Schlag über die Vorderläufe des Pferdes und durchtrennte sie beide. Das Pferd kreischte und stürzte, sein Reiter mit ihm.
[...]
Die alte Elfenwaffe war kein Gegner für die Runenklinge, wie Sylvanas wusste. Anasterian fiel, seine Seele wurde ihm entrissen und von Frostgram verschlungen, wie so viele andere zuvor. Er lag lang ausgestreckt auf dem Eis, erschlafft, und Blut sammelte sich neben ihm. Das weisse Haar war wie ein Leichentuch ausgebreitet, während Arthas zu dem untoten Pferd lief und die abgetrennten Beine heilte.
[...]
Sie hörte andere Schmerzensschreie, die sich in ihren Ohren zu einem einzigen vereinigten, sah Elfen, die auf die Knie fielen und sich die Ohren zuhielten, die zu bluten begannen. Ihre Stimmen verstummten, und ihre Zauber wurden unterbrochen. Aus Worten der Magie wurden Schreie reinen Kummers und verängstigten Schmerzes. Einige fielen zu Boden, ihre Rüstungen zerbrachen. Ihre Knochen barsten unter der Haut. Selbst Arthas betrachtete sie abschätzend. Sie wollte aufhören, wollte sich selbst zum Schweigen bringen, den Schrei der Zerstörung dämpfen, der nur dem Mann nutzte, den sie so leidenschaftlich hasste. « Was für eine feine Waffe Ihr doch seid », murmelte Arthas.
[...]
Die schreckliche Armee rückte weiter vor. Arthas erreichte das Plateau. Er tötete die Wächter des Sonnenbrunnens und zwang sie danach, an der Metzelei teilzunehmen. Und dann brachte er den ultimativen Schrecken über ihr Volk. Er ging zu dem herrlichen leuchtenden See, der die Quel'dorei seit Jahrtausenden versorgte.
[...]
Dann schüttete er den Inhalt einer schön gearbeiteten Urne ins Wasser, und das Leuchten änderte sich. Es begann zu pulsieren und zu wirbeln, und in der Mitte des magischen Leuchtens entstand ein Schatten.
[...]
War das alles deswegen geschehen? Um ein einziges Wesen wiederzubeleben? All das Töten, die Folter, der Terror... War der unaussprechlich kostbare und vitale Sonnenbrunnen korrumpiert, eine Lebensart, die seit tausenden Jahren bestand, zerstört worden... nur dafür?
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BeitragThema: Re: [Lore] Die Blutelfen   Mi Jan 19, 2011 6:13 am

Kael'thas Verrat:

Kael’thas hatte seinem Volk versichert, dass er eines Tages nach Quel’Thalas zurückkehren und sie ins Paradies führen würde, doch die Zeit zeigte, dass seine Versprechen nichts als Lügen waren. Durch sein Vertrauen auf Teufelsenergie in der Scherbenwelt, der düsteren und verderbenden Essenz der Brennenden Legion selbst, wurde der Prinz wahnsinnig. Ohne das Wissen Illidans, brachte der Anführer der Legion Kil’jaeden Kael’thas unter seinen Einfluss.



Auf Geheiß seines neuen Meisters kehrte der abtrünnige Prinz schließlich nach Azeroth zurück und nahm den Standort des Sonnenbrunnens ein. Er hoffte, den Brunnen nutzen zu können, um Kil’jaeden in die Welt zu führen. Doch glücklicherweise wurde Kael’thas erschlagen, bevor seine Waghalsigkeit Azeroth in den Untergang führen konnte. Nach dem Sieg über Kil’jaeden reinigte der draenische Prophet Velen den Sonnenbrunnen mit dem vom Licht durchfluteten Herzen eines gefallenen Naaru und verwandelte ihn in eine Quelle heiliger und arkaner Energien.

Von der Wiedergeburt des Sonnenbrunnens inspiriert, schlugen die Blutelfen ein neues und glorreiches Kapitel in der Geschichte ihres uralten Volkes auf. Zwar scheuen sich einige Elfen immer noch davor, ihre Abhängigkeit von der arkanen Magie hinter sich zu lassen, doch andere haben die Änderung zum Besseren in Quel’Thalas mit offenen Armen empfangen. Und doch kann nur die Zeit zeigen, ob die Blutelfen gelernt haben, die tragischen Fehler ihrer Vergangenheit nicht zu wiederholen.


Wissenswertes:

Hauptstadt: Silbermond



Vor weniger als zehn Jahren wurde die wundersame Hauptstadt der Elfen Silbermond durch eine grausame Invasion der Geißel fast ganz zerstört. Unter dem Befehl Prinz Arthas’ verwüsteten die Untoten die Stadt und verderbten das heilige Wasser des Sonnenbrunnens. Trotz dieser schrecklichen Ereignisse haben die Hochelfen, die heute als Blutelfen bekannt sind, sich bemüht, ihre geschändete Hauptstadt wieder aufzubauen. Kürzlich erweckte die Wiedergeburt des Sonnenbrunnens Hoffnung in den Herzen der Elfen und sie begannen, die Narben Silbermonds zu heilen, um die Stadt wieder zu dem ruhmreichen Kronjuwel von Quel’Thalas zu machen, das sie einst war.


Startgebiet: Immersangwald



Schon seit Jahrtausenden nennen die Blutelfen den prächtigen Immersangwald ihr Zuhause, doch die Aufsicht über dieses grüne Stück Land ist nicht ohne Gefahren. Versessen auf die Macht des mystischen Sonnenbrunnens der Elfen schlugen Prinz Arthas und die Geißel sich im Dritten Krieg einen Pfad mitten durch das Herz von Quel’Thalas und hinterließen eine verderbte Name im Immersangwald. Die Elfen haben bereits höchste Anstrengungen unternommen, um die lauernden Untoten aus ihrem Land zu vertreiben und die Wunden durch Arthas’ Angriff zu heilen, doch ihre Aufgabe ist noch lange nicht erfüllt. Die Sicherheit und Unversehrtheit des Immersangwalds ist ein wichtiger erster Schritt auf dem Weg in Quel’Thalas’ neue Zukunft.


Volkstypisches Reittier: Der Falkenschreiter



Als Kael’thas seine Anhänger in die zerschlagenen Weiten der Scherbenwelt führte, erwiesen die farbenfrohen Falkenschreiter sich als willkommene Erinnerung an die atemberaubend schöne Heimat der Blutelfen in Quel’Thalas. Die schillernden Vogelwesen versinnbildlichen die natürliche Pracht der Wälder des Elfenkönigreichs und werden besonders wegen ihrer Zuverlässigkeit und Schnelligkeit hoch geschätzt. Obwohl Quel’Thalas in den letzten Jahren von Tragödien heimgesucht wurde, bleiben die Falkenschreiter ein nicht wegzudenkender Teil des täglichen elfischen Lebens.


Anführer: Fürstregent Lor’themar Theron



Fürstregent Lor’themar Theron ist sich des Leids, das die Blutelfen in den letzten Jahren ertragen mussten, nur allzu bewusst. Nachdem er die grausame Invasion der Geißel in Quel’Thalas überlebt hatte, vertraute man ihm die Aufsicht über das Elfenkönigreich an, während Prinz Kael’thas sich auf seine Reise in die Scherbenwelt begab. Nur kurze Zeit später wurde Lor’themars Wille auf die Probe gestellt, als der von dämonischen Energien verwirrte Prinz nach Azeroth zurückkehrte und versuchte, den Sonnenbrunnen für seine schändlichen Zwecke zu nutzen. Kael’thas wurde für seinen Verrat getötet und das Schicksal der Blutelfen lag nun in Lor’themars Hand. Nach der Wiedergeburt des Sonnenbrunnens blickt Quel’Thalas nun auf eine strahlende Zukunft. Es ist nur gerecht, dass Lor’themar, der die dunkelsten Tage des Königreichs überstanden hat, nun sein Volk zu seiner neuen Bestimmung führen
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[Lore] Die Blutelfen
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